29 March 2026, 04:14

NATO stärkt Luftabwehr an östlicher Flanke mit Eastern Sentry und neuen Strategien

Organigramm der US-Luftstreitkräfte mit dem Verteidigungsminister an der Spitze, das die Zweige und ihre Rollen über verbundene Kästchen und Pfeile beschreibt.

NATO stärkt Luftabwehr an östlicher Flanke mit Eastern Sentry und neuen Strategien

Admiral Giuseppe Cavo Dragone, Vorsitzender des NATO-Militärkomitees, besuchte am 25. und 26. März den Luftwaffenstützpunkt Ramstein. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Frage, wie die integrierte Luft- und Raketenabwehr die Abschreckung entlang der östlichen NATO-Flanke stärkt. Erörtert wurden zudem laufende Einsätze, Ausbildungsmaßnahmen sowie Initiativen wie Eastern Sentry, die darauf abzielen, sich wandelnden Bedrohungen zu begegnen.

Während des Besuchs betonte Admiral Cavo Dragone die Bedeutung von Vertrauen, Zusammenhalt und Verlässlichkeit unter den Verbündeten. Diese Eigenschaften seien entscheidend für die kollektive Widerstandsfähigkeit in der modernen Kriegsführung, so der Admiral. Die Delegation informierte sich darüber, wie das integrierte Luft- und Raketenabwehrsystem der NATO Luftpolizeieinsätze, die Abwehr ballistischer Raketen und eine ständige Wachsamkeit kombiniert, um den Luftraum des Bündnisses zu schützen.

Ein zentrales Thema war das Programm Eastern Sentry, das im September 2025 ins Leben gerufen wurde. Als Reaktion auf russische Drohnenangriffe ausgelegt, erweiterte es die Überwachung von Polen bis nach Rumänien und Finnland. Die Mission verknüpft Fähigkeiten aus den Bereichen Luft, Land, See und Cyberspace und sieht Optionen für schnelle Verlegungen vor. Seit ihrem Start wurden groß angelegte Übungen durchgeführt, darunter die größte Luftmachtoperation der NATO im März 2026, die sich vom Baltikum bis nach Rumänien erstreckte. Beteiligt waren Kampfflugzeuge aus Frankreich, Deutschland, Spanien und Rumänien, während gleichzeitig Gegenmaßnahmen gegen Drohnen und mehrdimensionale Abwehrstrategien erprobt wurden, um die Einsatzbereitschaft gegen komplexe Bedrohungen zu erhöhen.

Generalleutnant Jason T. Hinds, Kommandeur des Allied Air Command, unterstrich die Notwendigkeit, sich an aktuelle und künftige Gefahren anzupassen. Er erläuterte, dass das Kommando weiterhin nationale Fähigkeiten nutzen werde, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Während des Besuchs wurde zudem untersucht, wie Jagdflugzeuge, Aufklärungssysteme und bodengestützte Abwehrsysteme zusammenwirken, um eine durchgehende Überwachung und Sicherheit zu gewährleisten.

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Die Gespräche in Ramstein bestätigten den Fokus der NATO auf Abschreckung und Verteidigung durch koordinierte Luftstreitkräfte. Initiativen wie Eastern Sentry zielen darauf ab, die operativen Reaktionen auf neue Bedrohungen – darunter Einweg-Angriffsdrohnen – zu stärken. Das Bündnis setzt weiterhin auf Einsatzbereitschaft durch Ausbildung, Technologieintegration und enge Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten.

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