27 January 2026, 02:30

Münster-Union setzt auf Reithmeier und Adamczak – BU bleibt vor Kommunalwahl unentschieden

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigt, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Münster-Union setzt auf Reithmeier und Adamczak – BU bleibt vor Kommunalwahl unentschieden

Die bevorstehenden Kommunalwahlen im Heidekreis werden die Führung des Landkreises für die nächsten acht Jahre prägen. Unabhängige Wählergruppen, darunter die neu gegründete Münster-Union (MU), rücken mit eigenen Kandidaten und Strategien in den Fokus. Ein zentraler Schritt ist ihre Unterstützung für Cornelia Reithmeier als Landrätin sowie ihr Einsatz für Anna Adamczak als Bürgermeisterin von Munster.

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Die MU spricht sich klar für Reithmeier aus und begründet dies mit ihrem überzeugenden Werdegang und dem breiten Respekt, den sie genießt. Die Entscheidung fiel ohne vorherige Gespräche mit den Kandidaten – ein Zeichen dafür, dass die Gruppe auf die beste Besetzung der Position setzt. Gleichzeitig übt sie Kritik am internen Auswahlverfahren der CDU, bei dem ihrer Ansicht nach der stärkste Kandidat übergangen wurde, obwohl er 'direkt vor ihrer Nase' stand.

Unterdessen hat sich die Bürgerunion (BU), die derzeit vier Sitze im Kreistag hält, noch nicht festgelegt. Geplant ist eine Mitgliederversammlung, in der sich die Bewerber vorstellen, bevor über eine Empfehlung abgestimmt wird. Die BU schließt eine gemeinsame Liste mit der MU nicht aus, auch wenn es bisher keine direkten Gespräche gab. Neben der Unterstützung für Reithmeier wirbt die MU für Anna Adamczak als neue Bürgermeisterin von Munster und stellt sich damit gegen den amtierenden CDU-Politiker Ulf-Marcus Grube. Die Gruppe betont überparteiliche Einheit zum Wohl der Gemeinschaft – ein Prinzip, das ihrer Meinung nach beide Personalentscheidungen leitet.

SPD und CDU haben bereits ihre Kandidaten benannt: Sebastian Zinke tritt für die SPD an, Dr. Arne Wieben für die CDU. Die MU will zudem eigene Bewerber für den Kreistag aufstellen und ist offen für eine Zusammenarbeit mit der BU bei einer gemeinsamen Liste. Auch unabhängige Vereinigungen wie die Grünen und andere lokale Gruppen könnten das Wahlergebnis beeinflussen.

Die Wahl wird die Weichen für den Heidekreis fast ein Jahrzehnt stellen, wobei mehrere Parteien und Wählergruppen um Einfluss ringen. Die Unterstützung der MU für Reithmeier und Adamczak sowie die noch ausstehende Entscheidung der BU verschärfen den Wettbewerb. Die endgültigen Positionen dieser Gruppen könnten Bündnisse prägen und das Kräfteverhältnis im Kreistag neu ordnen.