Morena verschärft Regeln für Gouverneurskandidaten vor Wahlen 2027
Mexikos regierende Partei Morena hat neue Regeln für die Auswahl ihrer Gouverneurskandidaten vor den Wahlen 2027 festgelegt. Der Nationale Rat billigte einen strengen Zeitplan sowie ein Werbeverbot, um das Auswahlverfahren zu regulieren. Mit diesen Änderungen sollen die Wahlkampfausgaben begrenzt und die missbräuchliche Nutzung öffentlicher Mittel verhindert werden.
Der Nationale Rat bestätigte, dass Koordinatoren oder Vorkandidaten für die Gouverneurswahlen der Bundesstaaten bis zum 22. Juni 2027 nominiert werden müssen. Diese Entscheidung betrifft 17 Bundesstaaten, in denen im kommenden Jahr gewählt wird. Die Partei hat zudem Massenwerbung im öffentlichen Raum, bezahlte Werbung in sozialen Medien und Kampagnen in den Massenmedien für aspirierende Kandidaten verboten.
Die Richtlinien verbieten ausdrücklich die Verwendung öffentlicher Gelder zur Förderung politischer Ambitionen. Allerdings führte der Rat keine spezifischen Maßnahmen ein, um die Einflussnahme des organisierten Verbrechens auf die Kandidatenauswahl zu unterbinden. Morenas Zeitplan steht im Einklang mit dem übergeordneten Vorhaben, bis zum gleichen Stichtag Koordinatoren für die Verteidigung der Vierten Transformation zu ernennen.
Die neuen Vorgaben schränken ein, wie sich Kandidaten präsentieren dürfen, und blockieren die Finanzierung von Kampagnen mit Steuergeldern. Da das Auswahlverfahren bis Mitte 2027 abgeschlossen sein soll, liegt Morenas Fokus weiterhin auf der Regulierung des internen Wettbewerbs. Das Fehlen von Schutzmechanismen gegen kriminelle Einflüsse hinterlässt jedoch eine Lücke in der Aufsicht der Partei.






