07 June 2026, 04:12

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Crash in NRW mit Rekordzahlen

Bau von Wohnungen in NRW sinkt    Moenchengladbach baut mehr Wohnungen

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Crash in NRW mit Rekordzahlen

Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen auf 14-Jahres-Tief – Mönchengladbach als leuchtendes Beispiel

Der Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen ist 2025 auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren gesunken, mit drastisch rückläufigen Fertigstellungszahlen. Doch Mönchengladbach sticht als seltene Erfolgsgeschichte hervor: Die Stadt baute fast dreimal so viele Wohnungen wie im Vorjahr. Durch massive Investitionen in den sozialen Wohnungsbau und gezielte Fördermittel hebt sich Mönchengladbach deutlich vom landesweiten Abwärtstrend ab.

In ganz Nordrhein-Westfalen wurden 2025 nur 37.185 Wohnungen fertiggestellt – ein Rückgang um 9,4 Prozent gegenüber 2024. Damit sank die Bauquote des Landes auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner, den niedrigsten Wert seit 2011. Steigende Kosten und höhere Kreditzinsen verschärfen die Lage: Die Baukosten stiegen Anfang 2025 um 3,2 Prozent, während die Hypothekenzinsen mittlerweile zwischen drei und vier Prozent liegen – nach fast null Prozent noch 2022.

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Mönchengladbach schwimmt gegen den Strom Die Stadt vollendete 2025 insgesamt 758 Wohnungen, ein Anstieg um 188 Prozent gegenüber 2024. Mit einer Quote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner liegt Mönchengladbach damit 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Dieser Schub geht auf die 2023 gestartete Wohnungsbauinitiative zurück, die 43 Millionen Euro in die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau pumpte. Zudem bewilligte die Stadt 2025 Fördergelder in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 Wohneinheiten – fast auf Rekordniveau des Vorjahres.

Auch bei den Baugenehmigungen zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Zahl der bewilligten Neubauten kletterte 2025 um 73,6 Prozent. Besonders auffällig ist der Anstieg der Ausgaben für sozialen Wohnungsbau, die 2025 bereits 274 Prozent des ursprünglichen Haushaltsansatzes erreichten – ein radikaler Wandel im Vergleich zu nur fünf Prozent Auslastung 2021. Diese Maßnahmen katapultierten Mönchengladbach auf Platz drei der kreisfreien Städte mit der höchsten Bauaktivität.

Herausforderungen bleiben – doch der Erfolg ist beispielhaft Trotz der Fortschritte belasten bundesweit steigende Materialkosten und Finanzierungshürden die Branche. Vor diesem Hintergrund wirken Mönchengladbachs Erfolge umso bemerkenswerter. Während die Stadt mit Rekordzahlen bei Fertigstellungen und Genehmigungen glänzt, vertieft sich anderswo die Krise: Die Kluft zwischen lokalem Aufschwung und regionalem Rückgang wird immer größer.

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