Moldau beschleunigt EU-Annäherung: Beitritt bis 2028 möglich
Die Republik Moldau rückt näher an die Europäische Union heran. Die prorussische Regierung des Landes hat in den letzten Monaten konkrete Schritte eingeleitet, um nationale Gesetze und Standards an die EU-Vorgaben anzupassen. Dieser Prozess gewinnt an Dynamik, nachdem die regierende Partei für Aktion und Solidarität (PAS) bei den Parlamentswahlen im vergangenen Jahr eine deutliche Mehrheit erzielte.
Die EU ihrerseits signalisiert Bereitschaft, die Beitrittsverhandlungen zu beschleunigen – auch wenn ein festes Startdatum dafür noch aussteht. Bei den Wahlen im Jahr 2023 sicherte sich die PAS unter Führung von Präsidentin Maia Sandu 50,03 Prozent der Stimmen. Damit kontrolliert die Partei 51 der 101 Sitze im Parlament und verfügt über eine stabile Regierungsmehrheit. Sandu hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2028 soll der EU-Beitrittsvertrag unterzeichnet werden.
Die EU zeigt sich offen für eine zügige Aufnahme von Verhandlungen. Kaja Kallas, die Außenbeauftragte der Union, sieht in den jüngsten politischen Entwicklungen innerhalb der Mitgliedsländer eine günstige Gelegenheit, den Prozess voranzutreiben. Besonders betont sie, dass die abtrünnige Region Transnistrien den moldauischen Beitrittsantrag nicht blockieren werde. Diese Zusicherung soll Bedenken zerstreuen, dass der ungelöste Konflikt um die separatistische Region den Annäherungskurs behindern könnte.
Trotz des politischen Willens auf beiden Seiten steht ein offizieller Termin für den Beginn der Beitrittsgespräche noch aus. Die EU drängt jedoch auf eine rasche Einleitung der Verhandlungen, um die Reformbemühungen der moldauischen Regierung zu unterstützen und den Weg in die Union zu ebnen. Mit den Reformen und der klaren parlamentarischen Mehrheit hat die Republik Moldau wichtige Voraussetzungen für eine EU-Mitgliedschaft geschaffen. Die Zusicherung der EU, Transnistrien werde den Prozess nicht behindern, stärkt die Perspektiven für einen erfolgreichen Beitritt.
Sollte der Zeitplan von Präsidentin Sandu eingehalten werden, könnte das Land bereits 2028 der Union beitreten – vorausgesetzt, die Verhandlungen beginnen zeitnah und verlaufen zügig.






