10 June 2026, 00:39

Mitteldeutscher Korridor: Thüringen fordert Tempo bei Bahnprojekt mit Milliardenloch

BSW fordert beschleunigte Erweiterung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Mitteldeutscher Korridor: Thüringen fordert Tempo bei Bahnprojekt mit Milliardenloch

Die BSW-Landesgruppe im Thüringer Landtag fordert dringendes Handeln beim Eisenbahnprojekt „Mitteldeutscher Korridor“. Sie verlangt schnellere Fortschritte bei der Elektrifizierung und Modernisierung der Strecke zwischen Thüringen und Sachsen. Die Gruppe betont, dass die Verbindung für die Verbesserung des Fernverkehrs in der Region von zentraler Bedeutung ist.

Ursprünglich sollte der Bau in diesem Jahr beginnen, doch nun wurde der Start auf 2028 verschoben. Die vollständige Elektrifizierung wird voraussichtlich erst 2032 abgeschlossen – deutlich später als ursprünglich geplant. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Mittel für die Arbeiten bereitstehen.

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Bis 2029 fehlen noch rund 2 Milliarden Euro für verschiedene Schienenprojekte. Allein für den Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz werden 544 Millionen Euro benötigt. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der BSW, unterstrich die Dringlichkeit, die Elektrifizierung zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz baldmöglichst in Angriff zu nehmen. Zudem forderte er Teilabschnitte mit zweigleisigem Ausbau, um die Kapazitäten zu erhöhen.

Die Strecke durch Mitteldeutschland soll die Verbindungen von Chemnitz und Dresden über Erfurt in den Westen Deutschlands beschleunigen. Nach Fertigstellung wird sie die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet mit schnelleren, elektrischen Zügen verbinden. Die BSW stuft das Projekt als eines der wichtigsten Bahnvorhaben Thüringens ein.

Ohne zusätzliche Bundesmittel bleibt das Vorhaben jedoch blockiert. Die Verzögerungen bedeuten, dass Fahrgäste jahrelang auf bessere Verbindungen warten müssen. Die BSW setzt sich weiterhin dafür ein, die fehlenden 2 Milliarden Euro zu sichern.

Quelle