31 May 2026, 08:12

Mietpreise explodieren: Für 1.000 Euro gibt es heute bis zu 29 Quadratmeter weniger

Mieten in Wiesbaden: Weniger Wohnraum für 1000 Euro

Mietpreise explodieren: Für 1.000 Euro gibt es heute bis zu 29 Quadratmeter weniger

Mieten in Deutschland steigen rasant – Mieter bekommen für gleiches Geld deutlich weniger Wohnfläche

In den vergangenen zwei Jahren sind die Mieten in Deutschland stark angestiegen, sodass Mieter für denselben Preis deutlich weniger Wohnfläche erhalten. Eine aktuelle Studie zeigt, dass in 60 von 80 Großstädten der bezahlbare Wohnraum seit 2022 um mindestens 10 Prozent geschrumpft ist. Als Hauptgründe für die Krise nennen Experten steigende Baukosten, höhere Instandhaltungskosten und eine veränderte Nachfrage.

Besonders dramatisch ist der Rückgang im Ruhrgebiet. In Gelsenkirchen ist der Verlust am größten: Für 1.000 Euro bekommt man heute 29 Quadratmeter weniger als noch 2022. Auch andere Städte sind betroffen: In Berlin schrumpft die Fläche um 16 Quadratmeter, in Hamburg um 12 Quadratmeter.

In Wiesbaden reichte eine Kaltmiete von 1.000 Euro im März 2022 noch für eine durchschnittliche Wohnung mit 91 Quadratmetern – heute sind es nur noch 82 Quadratmeter, ein Minus von fast 10 Prozent. München bleibt die teuerste Stadt: Hier bekommt man für 1.000 Euro kaum mehr als 50 Quadratmeter.

Die Krise hat mehrere Ursachen, darunter explodierende Baukosten und die jüngsten Zinserhöhungen. Hinzu kommen der „Überlaufeffekt“, bei dem die Nachfrage aus teuren Städten die Mieten in der Umgebung in die Höhe treibt, sowie der „Aufholeffekt“, durch den bisher günstige Städte rasant teurer werden, sobald sie sich dem bundesweiten Trend anpassen.

Theo Mseka, CEO von Immowelt, warnt, dass sich der Teufelskreis aus schrumpfenden Wohnflächen und steigenden Mieten ohne gezielte Förderung des Bausektors weiter verschärfen werde.

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Die Daten zeigen eine sich verschärfende Bezahlbarkeitskrise auf dem deutschen Mietmarkt. Da in den meisten Großstädten die verfügbare Wohnfläche um 10 Prozent oder mehr gesunken ist, haben Mieter immer weniger Auswahl. Ohne Gegenmaßnahmen, so die Prognose der Experten, wird sich der Trend zu höheren Mieten und kleineren Wohnungen fortsetzen.

Quelle