Michael-Jackson-Biopic Michael startet trotz Familienstreit im Kino
Der lange erwartete Michael-Jackson-Biopic Michael kommt nach einem Rechtsstreit mit der Familie des verstorbenen Sängers endlich in die Kinos. Paris Jackson, eine seiner Töchter, hatte den Film bereits vor der Auseinandersetzung als "beschönigend" und "unehrlich" öffentlich kritisiert. Der Konflikt offenbart zudem die anhaltenden Spannungen um die Verwaltung von Jacksons Nachlass, der seit seinem Tod 2009 in der Nachlassabwicklung steckt.
Der Nachlass, der zum Zeitpunkt von Jacksons Tod mit Schulden in Höhe von 500 Millionen US-Dollar und einer drohenden Pleite belastet war, hat seitdem Milliarden erwirtschaftet. Einnahmen kamen unter anderem aus einem Konzertfilm, einem Broadway-Musical und einer Cirque-du-Soleil-Show. Die Testamentsvollstrecker John Branca und John McClain steuerten diese Geschäfte und erhielten bis Ende 2021 eine Vergütung von 148,252.657 US-Dollar.
Paris Jackson und ihre Geschwister fordern seit Langem mehr Transparenz und Effizienz von der Nachlassverwaltung. Sie hat bereits rund 65 Millionen US-Dollar aus dem Erbe erhalten und könnte in Zukunft Hunderte Millionen mehr erben. Die Anwälte des Nachlasses warfen ihr jedoch vor, während des Rechtsstreits "pressefototaugliche Auftritte inszeniert" und "mit theatralischem Auftritt zu Verhandlungen erschienen" zu sein.
Die Veröffentlichung des Biopics verzögerte sich durch die anhaltenden Streitigkeiten. Paris hatte sich zuvor von dem Projekt distanziert und dessen Genauigkeit sowie die Darstellung des Lebens ihres Vaters infrage gestellt.
Mit dem Kinostart endet zwar der juristische Konflikt, doch die Zukunft des Nachlasses bleibt ungewiss. Trotz Milliardenertrags und fortbestehender familiärer Bedenken steht die Verwaltung von Michael Jacksons Vermächtnis weiterhin in der Kritik. Paris und ihre Geschwister setzen sich weiterhin für eine strengere Kontrolle der Nachlassgeschäfte ein.






