Mexikos Gerichtshof schützt Acapulcos Bürgermeisterin vor Korruptionsvorwürfen
Noah WeberMexikos Gerichtshof schützt Acapulcos Bürgermeisterin vor Korruptionsvorwürfen
Mexikos Oberster Gerichtshof (SCJN) hat einstimmig entschieden, die Bürgermeisterin von Acapulco, Abelina López Rodríguez, vor verwaltungsrechtlichen Verantwortlichkeitsverfahren zu schützen. Die Entscheidung folgt auf einen langwierigen Rechtsstreit wegen des Vorwurfs der Veruntreuung von Bundesgeldern. Trotz der gerichtlichen Aussetzung hatten die Behörden die Bürgermeisterin bereits über das Verfahren informiert.
Der rechtliche Schutz für López Rodríguez begann mit einer vorläufigen Maßnahme, die der damalige Richter Javier Laynez Potisek gewährt hatte. Am 14. Januar 2023 bestätigte der SCJN seinen Schutz für die Bürgermeisterin und wies das Oberste Rechnungsprüfungsamt des Bundesstaates Guerrero an, alle verwaltungsrechtlichen Schritte gegen sie einzustellen. Die Aussetzung betraf sowohl die Prüfung der kommunalen Haushaltsrechnungen als auch damit zusammenhängende Maßnahmen.
Später stellte der SCJN fest, dass das Rechnungsprüfungsamt gegen die Aussetzung verstoßen hatte, indem es López Rodríguez über das Verfahren in Kenntnis setzte. Das Gericht verzichtete jedoch auf Sanktionen gegen die Behörden, da diese angaben, die offizielle Mitteilung der Anordnung nicht erhalten zu haben.
Der Kongress von Guerrero und das Oberste Rechnungsprüfungsamt legten gegen die Entscheidungen des SCJN Berufung ein. Sämtliche Klagen wurden einstimmig abgewiesen, sodass der Schutz weiterhin besteht. Der Bürgermeisterin wird weiterhin vorgeworfen, mindestens 898 Millionen Pesos an Bundesmitteln veruntreut zu haben.
Das Urteil des SCJN stellt sicher, dass vorerst keine weiteren verwaltungsrechtlichen Maßnahmen gegen López Rodríguez ergriffen werden können. Die Entscheidung bestätigt zudem, dass die Aussetzung der Haushaltsprüfung weiterhin vollumfänglich durchsetzbar ist. Die Behörden müssen sich an die gerichtliche Anordnung halten, auch wenn die zugrundeliegenden Vorwürfe noch nicht geklärt sind.






