27 June 2026, 14:25

Mexikos digitale Zukunft: Wie Gaskraftwerke und Supercomputer das Land verändern

Das Wachstum von KI setzt Mexiko's Stromnetz unter Druck

Mexikos digitale Zukunft: Wie Gaskraftwerke und Supercomputer das Land verändern

Mexiko baut seine digitale Infrastruktur rasant aus, um die stark steigende Nachfrage zu decken. Präsidentin Claudia Sheinbaum hat Pläne für vier neue Gaskraftwerke angekündigt, die die Stromversorgung des Landes stärken sollen. Das Land hat sich bereits zu einem wichtigen Standort für Rechenzentren entwickelt und zieht Investitionen von globalen Tech-Giganten an.

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2025 festigte Mexiko seine Rolle in der digitalen Infrastruktur mit erheblichen Investitionen von Unternehmen wie AWS und Equinix. Allein in Querétaro sind etwa 65 Prozent der landesweiten Rechenzentrumskapazitäten angesiedelt – begünstigt durch eine stabile Gasversorgung. Diese Anlagen laufen rund um die Uhr und verbrauchen enorme Mengen an Strom für Betrieb und Kühlung.

Die Bundesregierung hat kürzlich das Gaskraftwerk Josefa Ortiz Téllez Girón in Betrieb genommen, das mit einer kombinierten Gas- und Dampfturbinen-Technologie 269 Megawatt ins nationale Stromnetz einspeist. Dies ist Teil einer umfassenden Strategie, die Erzeugungskapazitäten bis 2030 um 22.000 Megawatt zu erhöhen. Gleichzeitig präsentierte Mexiko Coatlicue, den leistungsstärksten Supercomputer Lateinamerikas, der über 15.000 Grafikprozessoren verfügt.

Experten wie Moisés Jáuregui Sánchez warnen jedoch, dass das Wachstum von KI und Rechenzentren die Strominfrastruktur überfordert. Eine einzige Anfrage an ChatGPT verbraucht fünfmal mehr Energie als eine herkömmliche Internetsuche. Das Training fortschrittlicher Sprachmodelle kann so viel Strom verschlingen wie über hundert Haushalte in einem Jahr. Prognosen zufolge könnte Mexiko bis 2030 bis zu fünfmal mehr Stromkapazität benötigen, um den Bedarf der Rechenzentren zu decken.

Die neuen Gaskraftwerke sollen den steigenden Energiebedarf der digitalen Wirtschaft Mexikos decken. Angesichts großer Tech-Investitionen und der wachsenden Nutzung von KI steht das Stromnetz des Landes vor enormen Herausforderungen. Die Pläne der Regierung zielen darauf ab, in den kommenden Jahren eine stabile Versorgung für Industrie und Haushalte zu gewährleisten.

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