07 May 2026, 04:33

Mexikos Asylanträge sinken auf Niveau von 2019 – doch Integration bleibt schwierig

Eine Liniendiagramm, das den Bevölkerungsrückgang in Mexiko im Zeitverlauf zeigt, begleitet von erklärendem Text.

Mexikos Asylanträge sinken auf Niveau von 2019 – doch Integration bleibt schwierig

Mexikos Asylsystem durchläuft tiefgreifende Veränderungen

In den vergangenen Jahren hat Mexikos Asylsystem erhebliche Umbrüche erlebt: Die Zahl der Anträge stieg zunächst stark an, bevor sie sich auf einem niedrigeren Niveau stabilisierte. Neue Daten zeigen, dass die Asylanträge bis Ende 2025 deutlich zurückgingen – auf Werte, wie sie zuletzt Anfang 2019 verzeichnet wurden. Das Land beherbergt inzwischen Tausende Geflüchtete und Asylsuchende, doch die Integration bleibt eine Herausforderung.

Zwischen Oktober 2020 und August 2025 bearbeitete die mexikanische Flüchtlingshilfekommission Comar monatlich über 4.000 Asylanträge. Den höchsten Anstieg gab es im Oktober 2021 mit 17.980 Anträgen. Bis zum 30. Juni 2025 lebten 172.237 Asylsuchende in Mexiko, vor allem aus Haiti (30 %), Kuba (22 %), Honduras (14 %) und Venezuela (9 %). Die Zahl der anerkannten Flüchtlinge belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 168.518.

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Im letzten Quartal 2025 gingen 11.944 neue Anträge ein – ein Rückgang um fast 10 % gegenüber dem Vorquartal. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024 sank die Zahl der Anträge sogar um 41 %. Mehr als die Hälfte dieser Gesuche wurde im Süden Mexikos eingereicht, insbesondere in Tapachula.

Anfang 2026 stabilisierten sich die monatlichen Zahlen weiter. Im Januar wurden 3.711 Anträge registriert – fast genauso viele wie im Januar 2019, als 3.937 Anträge eingingen. Das erste Quartal 2026 brachte 10.205 neue Asylgesuche, was den Abwärtstrend bestätigt.

Viele Asylsuchende und Geflüchtete lassen sich in Mexiko-Stadt und der umliegenden Region nieder. Doch fehlende gültige Aufenthaltstitel erschweren weiterhin ihre Eingliederung in die lokalen Gemeinschaften.

Die Asylanträge in Mexiko haben damit wieder das Niveau von Anfang 2019 erreicht. Das Land unterstützt mittlerweile eine große Zahl an Geflüchteten und Asylsuchenden, darunter vor allem Haitianer:innen, Kubaner:innen und Menschen aus Zentralamerika. Zwar sind die Zahlen zurückgegangen, doch bürokratische Hürden behindern weiterhin all jene, die nach langfristiger Sicherheit streben.

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