Mexiko-Stadt verlagert Tausende Straßenhändler aus dem historischen Zentrum
Noah WeberMexiko-Stadt verlagert Tausende Straßenhändler aus dem historischen Zentrum
Seit Oktober 2021 führt Mexiko-Stadt eine großangelegte Umsiedlung von Straßenhändlern im historischen Zentrum durch. Bisher wurden rund 6.000 Händler aus dem Gebiet entfernt, doch die Maßnahmen gehen weiter – bis Ende des Jahres wird eine deutliche Reduzierung ihrer Anzahl erwartet.
Die Aktion steht nicht im Zusammenhang mit der bevorstehenden FIFA-Weltmeisterschaft, sondern ist Teil einer langfristigen Strategie der Stadtregierung. Die Umsiedlungen begannen im Oktober 2021 und haben bereits zu spürbaren Veränderungen geführt. Insgesamt 26 Straßen im historischen Zentrum wurden von Händlern geräumt, während Bereiche wie die Alameda Central und die Avenida Juárez vorerst nicht betroffen sind.
In den kommenden Wochen sollen mindestens 3.000 weitere Händler umgesiedelt werden. Die Regierung hat dazu Vereinbarungen mit Händlerverbänden getroffen: Lizenzen werden nur erneuert, wenn die Händler öffentliche Durchgangsstraßen verlassen. Statt einer vollständigen Entfernung setzt die Stadt auf Regulierung und Unterstützung, indem ausgewiesene Flächen geschaffen werden.
Geplant ist, neue Verkaufsplätze einzurichten, ungenutzte U-Bahn-Bereiche umzunutzen und Brachflächen für die umgesiedelten Händler zu sichern. Damit soll eine geordnete Lösung für den informellen Handel gefunden werden, ohne die Existenzgrundlage der Betroffenen zu gefährden. Die Maßnahmen zeigen erste Erfolge, doch die Umsetzung bleibt eine Herausforderung. Bis Jahresende wird sich zeigen, ob die Stadt ihr Ziel einer spürbaren Reduzierung der Straßenhändler erreichen kann. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie die Händler die angebotenen Alternativen annehmen und ob die geplanten Flächen langfristig eine tragfähige Lösung bieten.
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