18 April 2026, 02:38

Mexiko setzt auf mRNA-Impfstoffe mit Moderna-Partnerschaft nach Patria-Rückschlägen

Eine Person hält ein Fläschchen in der Hand, das als Covid-19-Impfstoff etikettiert ist, mit einem unscharfen Hintergrund.

Mexiko setzt auf mRNA-Impfstoffe mit Moderna-Partnerschaft nach Patria-Rückschlägen

Mexiko hat einen wichtigen Schritt in Richtung der lokalen Impfstoffproduktion unternommen, nachdem es eine neue Vereinbarung mit dem US-Pharmakonzern Moderna unterzeichnet hat. An dem Abkommen sind das mexikanische Gesundheitsministerium, das staatliche Pharmaunternehmen Birmex, der Arzneimittelhersteller Liomont sowie Moderna beteiligt. Ziel ist es, erstmals mRNA-Impfstoffe im Land selbst herzustellen.

Unterdessen bestätigte Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo, dass Mexiko kurzfristig weiterhin einige Dosen von Moderna und anderen Lieferanten beziehen werde.

Die Bestrebungen zur Eigenproduktion von Impfstoffen begannen im Februar 2021 unter dem damaligen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador. Er hatte versprochen, dass Mexiko einen eigenen COVID-19-Impfstoff namens Patria entwickeln werde. Doch das Projekt kam nur schleppend voran und erlitt immer wieder Rückschläge.

Der damalige Gesundheitsminister David Kershenobich Stalnikowitz räumte später ein, dass Patria Schwierigkeiten hatte, die von der mexikanischen Gesundheitsbehörde Cofepris festgelegten Teststandards zu erfüllen. Die Zulassung verzögerte sich bis Oktober 2022 – lange nach dem ursprünglich geplanten Termin. Präsidentin Sheinbaum Pardo gab kürzlich zu, dass weiterhin Produktionsprobleme das Projekt behindern.

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Die neue Partnerschaft mit Moderna verlagert den Fokus nun auf die mRNA-Technologie. Laut Vereinbarung werden Birmex und Liomont mit Moderna zusammenarbeiten, um Impfstoffe vor Ort herzustellen. Dies stellt einen Strategiewechsel dar, nachdem die Entwicklung von Patria auf erhebliche Hindernisse gestoßen war.

Der Patria-Impfstoff befindet sich nach wie vor in der Prüfphase, ein konkreter Zeitplan für die Serienproduktion steht noch aus. Durch die Kooperation mit Moderna sichert sich die Regierung jedoch den sofortigen Zugang zu Impfstoffdosen, während gleichzeitig die lokale Produktionskapazität ausgebaut wird. Wann die ersten in Mexiko hergestellten mRNA-Impfstoffe verfügbar sein werden, haben die Behörden noch nicht bekannt gegeben.

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