Messerangriff in Göttingen erschüttert Stadt – Proteste gegen politische Gewalt
Noah WeberMesserangriff in Göttingen erschüttert Stadt – Proteste gegen politische Gewalt
Bei einem Messerangriff in Göttingen wurde ein 23-jähriger Mann schwer verletzt. Das Opfer, das der linken Szene zugerechnet wird, befindet sich in stabilem Zustand, kann jedoch noch keine Aussage machen. Die Polizei ging zunächst von einem möglicherweise politisch motivierten Verbrechen aus.
Der Vorfall löste öffentliche Empörung aus. Am Sonntagabend versammelten sich rund 600 Menschen in Göttingen, um gegen rechtsextreme Gewalt zu protestieren. Einen Tag später fand eine weitere Kundgebung mit etwa 700 Teilnehmenden statt.
Ein 17-Jähriger war zunächst als mutmaßlicher Angreifer festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft deutete später an, er könnte aus Notwehr gehandelt haben. Wegen fehlender Beweise wurde er ohne Anklage wieder auf freien Fuß gesetzt.
Unbekannte hatten den Jugendlichen zuvor im Internet namentlich genannt und ihn mit rechtsextremen Gruppen in Verbindung gebracht. Der linke Politiker Ferat Koçak kritisierte die CDU und warf der Partei vor, mit dem, was er als „rassistische Sündenbockpolitik“ bezeichnete, die Spannungen zu schüren.
Der Zustand des Opfers bleibt stabil, doch seine Aussage steht weiterhin aus. Die Ermittlungen dauern an, bisher gab es keine Festnahme. Die Proteste in Göttingen unterstreichen die wachsende Besorgnis über politische Gewalt in der Region.






