Merz blockt SPD-Steuerpläne: "Mit mir ebenfalls nicht"
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die SPD wegen ihrer Steuerpolitik scharf gewarnt. In einer direkten Ansprache an SPD-Chef Lars Klingbeil machte er deutlich, dass höhere Steuern für Spitzenverdiener unter seiner Führung nicht durchkommen würden. Die Äußerungen fielen in eine Phase zunehmender Spannungen innerhalb der Regierungskoalition.
Gegenüber Journalisten betonte Merz, die SPD solle nicht davon ausgehen, ihre Vorhaben ohne Widerstand durchsetzen zu können. Er schloss Steuererhöhungen für Besserverdiener explizit aus und erklärte: „Mit mir ebenfalls nicht.“ Seine Aussagen richteten sich gegen jüngste SPD-Pläne, die Abgaben für wohlhabendere Bürger erhöhen wollen.
Merz verwies zudem auf wachsende Unzufriedenheit in der CDU und versicherte, er werde nicht zulassen, dass die Partei auseinanderbricht. „Kompromisse sind keine Einbahnstraße“, sagte er und forderte die SPD auf, ihre Forderungen zurückzuschrauben. Zudem argumentierte er, in Deutschland gebe es keine linke Mehrheit – weitreichende Steuerreformen würden daher auf starken Widerstand stoßen.
Die Intervention des Kanzlers folgt wochenlanger Spekulation über die Stabilität der Koalition. Zwar regieren CDU und SPD weiterhin gemeinsam, doch Merz’ Aussagen signalisieren eine härtere Haltung in der Finanzpolitik. Seine Warnung an Klingbeil machte deutlich, wo die CDU in künftigen Verhandlungen Grenzen setzt.
Der Streit wirft die Steuerpläne der Koalition in Frage. Merz’ Ablehnung höherer Abgaben für Spitzenverdiener setzt den SPD-Ambitionen klare Grenzen. Weitere Gespräche zwischen den Parteien müssen nun zeigen, ob ein Kompromiss möglich ist.






