Medienpionier Karl Lüönd mit 80 Jahren gestorben – ein Leben für den Journalismus
Noah WeberMedienpionier Karl Lüönd mit 80 Jahren gestorben – ein Leben für den Journalismus
Der Journalist und Medienpionier Karl Lüönd ist im Alter von 80 Jahren verstorben. Seine Karriere umfasste mehrere Jahrzehnte, in denen er die Schweizer Medienlandschaft durch Zeitungen, Bücher und einflussreiche Veranstaltungen prägte. Lüönd galt als Gründer wichtiger Publikationen und als Verfechter unabhängiger Medien.
In der Schweiz geboren, begann Lüönd seine Laufbahn nach dem Gymnasium als freier Mitarbeiter bei der Luzerner Zeitung. Später arbeitete er als Korrespondent für mehrere große Tageszeitungen und erwarb sich einen Ruf für präzise Berichterstattung.
1982 gründete er das Züri-Woche, ein Wochenmagazin, das sich in Zürich als fester Bestandteil etablierte. Über 17 Jahre hinweg leitete er die Publikation und machte sie zu einer vertrauenswürdigen Stimme im regionalen Medienraum. Vier Jahre später, 1986, brachte er gemeinsam mit Beat Curti das Neue Sonntagsblatt auf den Weg, dessen erster Chefredakteur er wurde. Die kostenlose Zeitung fand schnell Anklang bei den Leserinnen und Lesern.
Neben seiner Verlagstätigkeit schuf Lüönd die Dreikönigstagung, eine jährliche Veranstaltung, die zu einer festen Tradition in Schweizer Medienkreisen wurde. Ab 1998 arbeitete er als Unabhängiger und leitete bis 2005 gleichzeitig das Medieninstitut des Schweizer Medienverbands.
Als erfolgreicher Autor verfasste er rund 30 Sachbücher und Biografien. Seine Werke beleuchteten Persönlichkeiten wie Emil Frey, Walter Reist und Gottlieb Duttweiler sowie Institutionen wie den Ringier-Verlag, die Baloise und Exit.
Lüönds Vermächtnis umfasst die Gründung zweier bedeutender Publikationen und seinen prägenden Einfluss auf den Schweizer Journalismus durch sein schriftstellerisches und führungstechnisches Wirken. Seine Beiträge zu Medien, Veranstaltungen und Literatur hinterlassen eine bleibende Spur in der Branche. Sein umfangreiches Werk wirkt bis heute auf Journalisten und Leser nach.






