07 April 2026, 06:15

Medienanwalt wirft NDR-Talkshow Caren Miosga einseitige Berichterstattung im Ulmen-Fernandes-Streit vor

Gelblicher Zeitungsausschnitt mit schwarzer Tinte, Überschrift "Semanario Repúblicano Democrático Federal", Wort "Diskussion" lesbar, leicht zerknittert.

Medienanwalt wirft NDR-Talkshow Caren Miosga einseitige Berichterstattung im Ulmen-Fernandes-Streit vor

Der Medienanwalt Christian Schertz wirft der NDR- und ARD-Talkshow Caren Miosga Vorwürfe der Voreingenommenheit in der Berichterstattung über den Streit zwischen der Schauspielerin Collien Fernandes und ihrem Ex-Mann, Christian Ulmen, vor. Die Sendung hatte kürzlich Fernandes gemeinsam mit Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zu Gast, ohne dabei Ulmens Perspektive einzubeziehen. Schertz behauptet, das Programm habe gegen journalistische Ausgewogenheit verstoßen, indem es nur eine Seite des laufenden Rechtsstreits darstellte.

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Ulmen sieht sich nun mit einem Strafverfahren konfrontiert, nachdem Fernandes Anzeige gegen ihn erstattet hatte. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat Ermittlungen zu ihren Vorwürfen eingeleitet, während Schertz rechtliche Schritte gegen Der Spiegel wegen dessen Berichterstattung vorbereitet.

Auslöser der Kontroverse war eine Sendung von Caren Miosga, in der Fernandes' Anschuldigungen gegen Ulmen thematisiert wurden. Schertz wirft der Talkshow vor, rechtliche und ethische Standards verletzt zu haben, indem sie Ulmens Vertreter ausschloss. Zudem behauptet er, die Produktionsverantwortlichen hätten sein Angebot abgelehnt, an der Sendung teilzunehmen und so für Ausgleich zu sorgen.

Das Redaktionsteam der Talkshow weist alle Vorwürfe zurück. In einer Stellungnahme betonte es, die Diskussion habe ein gesellschaftspolitisches Thema von öffentlichem Interesse behandelt. Die Berichterstattung entspreche den Grundsätzen verantwortungsvoller investigativer Journalismus und wahre Ulmens Unschuldsvermutung.

Schertz stellt auch die Berichterstattung von Der Spiegel infrage. Er widerspricht der Darstellung des Magazins über einen Vorfall auf Mallorca und bestreitet, dass Ulmen Deepfake-Videos erstellt oder verbreitet haben soll. Über den Talkshow-Streit hinaus plant er rechtliche Schritte gegen die Veröffentlichung.

Unterdessen haben die Itzehoer Staatsanwälte ein Strafverfahren gegen Ulmen eingeleitet. Die Ermittlungen folgen Fernandes' offiziellen Anschuldigungen, wobei bisher noch keine Anklage erhoben wurde. Der Fall zieht weiterhin mediale Aufmerksamkeit auf sich, während beide Seiten sich auf weitere juristische Auseinandersetzungen vorbereiten.

Der Konflikt erstreckt sich mittlerweile über mehrere rechtliche Ebenen – von Schertz' geplanten Klagen gegen Der Spiegel bis hin zu den laufenden Ermittlungen in Itzehoe. Das Team von Caren Miosga beharrt darauf, dass die Berichterstattung rechtmäßig und ausgewogen war, während Schertz auf mangelnde journalistische Fairness pocht. Ulmens Anwälte bestreiten weiterhin die Vorwürfe, während sich der Fall weiterentwickelt.

Quelle