29 January 2026, 22:35

Massivstreiks legen öffentlichen Dienst in Niedersachsen lahm – was jetzt kommt

Eine große Gruppe von Menschen marschiert mit Schirmen die Straße entlang, einige tragen Taschen und halten Schilder mit Text, während einer Klimademonstration in Deutschland, mit einem Laternenpfahl im Vordergrund und Gebäuden mit Fenstern auf beiden Seiten.

Massivstreiks legen öffentlichen Dienst in Niedersachsen lahm – was jetzt kommt

Öffentliche Dienstleistungen in Teilen Deutschlands vor massiven Einschränkungen durch Streiks

In der kommenden Woche wird es in weiten Teilen Deutschlands zu erheblichen Beeinträchtigungen im öffentlichen Dienst kommen. Die Gewerkschaft ver.di hat zu Streiks in mehreren Schlüsselbereichen aufgerufen, die Universitäten, Krankenhäuser und den Winterdienst betreffen. Die Beschäftigten protestieren im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Bundesländer.

Die Arbeitsniederlegungen beginnen am 2. Februar – zunächst an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), wo bis zum 4. Februar gestreikt wird. Auch die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Hannover sowie das Landesamt für Statistik beteiligen sich an den Aktionen. Zudem schließen sich Umweltbehörden in der Region den Streiks an.

Der Winterdienst in Hannover, Hameln und Hildesheim wird vom 2. bis 4. Februar komplett eingestellt. Bei IT.Niedersachsen legen die Mitarbeiter vom 3. bis 5. Februar die Arbeit nieder, sodass vor Ort nur noch Notfälle bearbeitet werden. Unterstützungsleistungen und Störungsmeldungen werden auf das absolut Notwendige beschränkt.

Für den 3. Februar um 10:30 Uhr ist eine zentrale Kundgebung vor dem Finanzministerium in Hannover geplant. Im Anschluss ziehen die Demonstranten zum Goseriede-Platz. Parallel dazu streiken die Beschäftigten des Universitätsklinikums Göttingen (UMG) vom 4. bis 6. Februar.

Hintergrund der Arbeitskämpfe sind die Tarifverhandlungen TV-L 2026 für den öffentlichen Dienst. Frank Werneke, Vorsitzender von ver.di, hat zu den Protesten aufgerufen, unterstützt von weiteren Gewerkschaften wie dbb, GdP, GEW und IG BAU.

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Betroffen von den Streiks sind vor allem Krankenhäuser, Hochschulen und Teile der Verkehrsinfrastruktur in Niedersachsen. Notdienste bleiben aufrechterhalten, doch viele öffentliche Einrichtungen werden ihren Betrieb einstellen. Während der Arbeitskämpfe sollen die Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern fortgesetzt werden.