07 February 2026, 00:34

Massivstreik im öffentlichen Dienst: Hannover und Bremen legen Arbeit nieder

Eine Gruppe von Menschen vor einem Gebäude mit Schildern und Plakaten, zwei Personen im Vordergrund sitzend und ein Mülleimer rechts, bei einer Demonstration in Deutschland.

Massivstreik im öffentlichen Dienst: Hannover und Bremen legen Arbeit nieder

Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Hannover und Bremen streiken diese Woche

An den Arbeitsniederlegungen beteiligen sich rund 245.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Niedersachsen sowie 39.000 in Bremen, vertreten durch die Gewerkschaft ver.di. Ihre Forderungen umfassen höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und verbesserte Gehaltsstrukturen für Berufseinsteiger und studentische Hilfskräfte.

Die Streiks werden zu Einschränkungen in Universitätskliniken, Landesstraßenbauämtern, bei der NPorts sowie an Hochschulen führen. In Bremen beginnt um 9:00 Uhr eine Kundgebung auf der Bürgerweide, ab 9:30 Uhr folgen Redebeiträge, um 10:30 Uhr startet eine Demonstration. Die Protestaktion endet um 11:45 Uhr vor der Finanzbehörde des Senats.

Die Gewerkschaft fordert eine monatliche Lohnerhöhung von 7 Prozent für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst, mindestens jedoch 300 Euro mehr für die unteren Entgeltgruppen. Zudem verlangt sie eine Erhöhung der Schicht- und Überstundenzuschläge um 20 Prozentpunkte, eine Laufzeit von zwölf Monaten für den neuen Tarifvertrag (TV-L) sowie unbefristete Arbeitsverträge für Auszubildende nach erfolgreicher Ausbildung. Berufseinsteiger sollen zusätzlich 200 Euro monatlich erhalten, studentische Hilfskräfte einen tariflich garantierten Mindestlohn.

Ähnliche Tarifkonflikte gab es in den vergangenen Jahren auch in anderen Bundesländern. 2023 forderte ver.di in Nordrhein-Westfalen eine Lohnerhöhung von 10 Prozent, 2024 folgte Bayern mit Forderungen nach über 11 Prozent mehr Lohn und Inflationsausgleich. In Hessen standen 2025 die Erhaltung der Reallöhne, kürzere Arbeitszeiten sowie mehr Personal in Bildung und Verkehr im Mittelpunkt der Verhandlungen.

Die Streiks spiegeln die anhaltenden Spannungen um Löhne und Arbeitsbedingungen im deutschen öffentlichen Dienst wider. Sollten die Forderungen durchgesetzt werden, könnten sie zu höheren Gehältern, besserer Jobperspektive für Auszubildende und fairerer Bezahlung von Schicht- und Überstundenarbeit führen. Das Ergebnis wird Tausende Beschäftigte in Niedersachsen und Bremen betreffen.

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