29 April 2026, 14:19

Massiver Protest für kostenlose Hautkrebsvorsorge vor dem Kanzleramt

Schwarzes und weißes Foto von sechs Männern in Anzügen und Krawatten, jeder trägt eine Brille, mit dem Text "Darmkrebs: Neue Erkenntnisse zu einer vermeidbaren Krankheit" darunter.

Massiver Protest für kostenlose Hautkrebsvorsorge vor dem Kanzleramt

Protest unter dem Motto "Rettet die Hautkrebsvorsorge" am Mittwoch vor der Kanzlei

Am Mittwoch, den 29. April, findet ab 8:30 Uhr eine Demonstration mit dem Titel "Rettet die Hautkrebsvorsorge" in der Nähe des Bundeskanzleramts statt. Organisiert wird die Aktion von der Kampagnengruppe Campact, die sich gegen die jüngsten Kürzungen bei der Hautkrebsfrüherkennung wendet – insbesondere gegen die Streichung der kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen für Menschen ab 35 Jahren.

Angeführt wird die Kundgebung von Annika Liebert, Kampagnenleiterin bei Campact. Die Teilnehmer:innen planen, sich symbolisch zu entkleiden und Schilder mit nackten Körpern und Botschaften wie "Gesundheit muss bezahlbar bleiben" oder "Ministerin Warken, kürzt uns nicht krank" hochzuhalten. Ihre Forderungen gehen über die Hautkrebsvorsorge hinaus: Gefordert werden auch bezahlbares Krankengeld, Kinderkrankengeld und niedrigere Zuzahlungen für Medikamente.

Die Hautkrebsraten haben sich in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt, was die Bedeutung der Früherkennung weiter verschärft. Die Demonstranten bestehen zudem darauf, dass die Pharmaindustrie stärker zur Finanzierung des Gesundheitssystems beitragen muss. Eine Petition gegen die Kürzungen bei den Vorsorgeuntersuchungen hat bereits über 500.000 Unterschriften gesammelt.

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Kernforderung der Initiative ist die Wiedereinführung der kostenlosen Hautkrebsvorsorge alle zwei Jahre für alle Menschen ab 35. Die Organisatoren argumentieren, dass die Streichung dieses Angebots Leben gefährdet und die Kosten auf die Patient:innen abwälzt.

Der Protest vereint Aktivist:innen, Betroffene und Unterstützer:innen, die gemeinsam auf politische Änderungen drängen. Mit einer halben Million Unterschriften im Rücken hoffen die Veranstalter, dass die Demonstration die Verantwortlichen zum Umdenken bewegt. Die Aktion unterstreicht die wachsende Sorge um die Bezahlbarkeit und den Zugang zu lebensrettenden Vorsorgeuntersuchungen.

Quelle