Maharashtra verschärft Marathi-Pflicht an Schulen mit harten Strafen ab 2026
Hannah BöhmMaharashtra verschärft Marathi-Pflicht an Schulen mit harten Strafen ab 2026
Die Regierung des Bundesstaats Maharashtra hat die Durchsetzung ihrer Marathi-Sprachpolitik an Schulen verschärft. Ab dem 17. April 2026 gelten strengere Vorschriften, die alle Bildungseinrichtungen verpflichten, Schüler der Klassen 1 bis 10 in Marathi zu unterrichten und zu prüfen. Schulen, die sich nicht daran halten, müssen mit hohen Geldstrafen oder sogar dem Entzug ihrer Anerkennung rechnen.
Nach den neuen Regelungen müssen alle Schulen Marathi-Prüfungen für die Stufen 1 bis 10 durchführen. Zudem wurden sie angewiesen, qualifizierte Marathi-Lehrkräfte einzustellen, um die Anforderungen zu erfüllen. Die Regierung warnte ausdrücklich, dass Verstöße mit Sanktionen oder dem Widerruf des offiziellen Schulstatus geahndet werden könnten.
Während einer aktuellen Parlamentssitzung fragte der BJP-Abgeordnete Atul Bhatkalkar nach, ob Marathi-Prüfungen für jede Klasse verpflichtend seien. Oppositionsmitglieder äußerten weitere Bedenken zur Umsetzung des Gesetzes und hinterfragten, wie viele Schulen bereits wegen Verstößen bestraft wurden. Der Shiv-Sena-(UBT)-Abgeordnete Sunil Prabhu schlug vor, die aktuelle Strafe von 1 Lakh Rupien (ca. 1.100 Euro) auf 10 Lakh Rupien (ca. 11.000 Euro) für Verstöße zu erhöhen.
Parallel zu diesen Maßnahmen überarbeitet der Bundesstaat seine Lehrpläne. Kapiteln über bedeutende historische Persönlichkeiten, die zuvor gestrichen worden waren, wird wieder ein Platz im Unterricht eingeräumt.
Mit dem härteren Vorgehen will die Regierung die vollständige Einhaltung der Marathi-Sprachpolitik sicherstellen. Schulen müssen sich nun an die Vorschriften halten – andernfalls drohen finanzielle Strafen oder der Verlust ihrer Anerkennung. Die überarbeiteten Lehrbücher und die strengere Kontrolle deuten auf eine umfassende Initiative hin, die Marathi-Bildung in ganz Maharashtra zu stärken.
