Maharashtra kämpft gegen dramatischen Anstieg von Menschenhandel und Ausbeutung
Noah WeberMaharashtra kämpft gegen dramatischen Anstieg von Menschenhandel und Ausbeutung
Maharashtra bleibt einer der am stärksten von Menschenhandel betroffenen Bundesstaaten Indiens
Im Jahr 2024 identifizierten die Behörden in Maharashtra 892 Opfer von Menschenhandel, darunter 78 Minderjährige. Damit belegt der Bundesstaat nach Telangana den zweiten Platz bei den gemeldeten Fällen.
Allein im vergangenen Jahr wurden in Maharashtra 337 Fälle von Menschenhandel registriert – die zweitmeisten im Land nach Telangana. Von den 892 erfassten Opfern wurden 829 in die kommerzielle sexuelle Ausbeutung gezwungen. Weitere Formen der Ausbeutung umfassten Zwangsarbeit mit 46 Betroffenen sowie Zwangsheirat, von der vier Personen betroffen waren.
Die Täter konzentrierten sich vor allem auf schutzbedürftige Gruppen wie Frauen, jugendliche Mädchen und Kinder. Bei Rettungsaktionen im Jahr 2024 konnten 885 Opfer befreit werden, darunter 808 indische und 77 ausländische Staatsbürger. Um das Problem wirksamer zu bekämpfen, wurden in den Distrikten spezielle Sonderermittlungseinheiten gegen Menschenhandel eingerichtet.
Die Behörden haben ihre Ermittlungs- und Rettungsmaßnahmen als Reaktion auf die Krise ausgeweitet. Experten fordern schärfere Maßnahmen gegen die Hintermänner der Schleusernetzwerke, eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Bundesstaaten sowie verbesserte Rehabilitationsprogramme für die Überlebenden. Diese Schritte gelten als entscheidend, um den Menschenhandel in Maharashtra einzudämmen.
