27 April 2026, 08:36

Machtkampf bei Swatch: Investor fordert Reformen und Sitz im Aufsichtsrat

Altes Aktienzertifikat der Schweizer Zeitung Globe Stores mit einer Illustration einer Person, die ein Schild und ein Schwert hält, sowie dem markanten Text "Globe Stores" und einer Unterschrift unten.

Machtkampf bei Swatch: Investor fordert Reformen und Sitz im Aufsichtsrat

Bei Swatch bahnt sich ein Streit um die Nominierung von Aufsichtsratsmitgliedern an, nachdem der US-Investor Steven Wood erneut für eine Wahl kandidieren will. Seine Firma, Greenwood Investors, hat sieben Vorschläge zur Änderung der Unternehmensregeln eingebracht. Der Schweizer Uhrenhersteller hatte Woods früheren Vorstoß bereits mit der Begründung ernsthafter Bedenken abgelehnt.

Swatch hat nun mit Andreas Rickenbacher einen eigenen Kandidaten für den Verwaltungsrat nominiert. Die Auseinandersetzung dreht sich um Reformen der Unternehmensführung sowie die Rechte von Inhaberaktionären, eigene Vertreter zu wählen.

Greenwood Investors, geführt von Steven Wood, fordert umfassende Änderungen der Statuten von Swatch. Zu den Vorschlägen gehört die Forderung, dass Inhaberaktionäre drei Mitglieder des Verwaltungsrats wählen dürfen. Zudem besteht die Investmentgesellschaft darauf, dass die Mehrheit der Direktoren unabhängig sein sollte und die Vorsitzende keine weitere Funktion im Unternehmen ausüben dürfe.

Swatch wehrt sich gegen diese Vorhaben. Das Unternehmen betont, es halte sich an schweizerisches Recht, und weist die Vorwürfe von Greenwood zurück. An der letzten Hauptversammlung hatte Swatch Woods Kandidatur blockiert und "erhebliche Gründe" dafür angeführt.

Als Reaktion hat Swatch Andreas Rickenbacher als bevorzugten Kandidaten für den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Rickenbacher leitet derzeit die Stiftung Switzerland Innovation und das CSEM (Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnologie). Zudem sitzt er in den Verwaltungen der BKW und der Aebi Schmidt Gruppe.

Greenwood fordert nun eine Sonderabstimmung über die Nominierung eines Vertreters der Inhaberaktionäre. Die Investorengruppe argumentiert, ihre Vorschläge würden den Aktionären mehr Einfluss auf die Besetzung des Verwaltungsrats geben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Konflikt unterstreicht die Spannungen zwischen der Swatch-Führung und den Investoren über die Zusammensetzung des Gremiums. Über Woods erneute Kandidatur und die Reformvorschläge von Greenwood wird an der nächsten Hauptversammlung entschieden. Swatch beharrt darauf, dass sein aktuelles Vorgehen den schweizerischen Vorschriften und Corporate-Governance-Standards entspreche.

Lesen Sie auch:

Quelle