Lies und Weil kritisieren öffentliche Streitkultur der Bundesregierung

Admin User
2 Min.
Ein rotes Auto auf der Straße mit einer schwarzen und weißen Flagge auf der linken Seite.

Kritik an Schwarz-Rot: "Es war schon ein Problem mit der Ampel" - Lies und Weil kritisieren öffentliche Streitkultur der Bundesregierung

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies und sein Vorgänger Stephan Weil haben sich gegen die öffentlichen Streitigkeiten der Bundesregierung ausgesprochen. Beide Politiker argumentieren, dass die anhaltenden internen Querelen der Regierung die tatsächlichen Erfolge der Koalition in den Hintergrund drängen. Ihre Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die schwarz-rote Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz wegen ihrer inneren Zerrissenheit in der Kritik steht.

Lies räumte ein, dass die Bundeskoalition in zentralen Bereichen Fortschritte erzielt habe. Er verwies auf die modernisierte öffentliche Verwaltung, gestiegene Investitionen, finanzielle Entlastungen für die Kommunen sowie gesunkene Strompreise. Gleichzeitig warnte er jedoch, dass diese Erfolge durch die ständigen öffentlichen Wortgefechte überlagert würden.

Nach Ansicht von Lies schüre die Unfähigkeit der Regierung, ihre gemeinsamen Ziele herauszustellen, die Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Er mahnte die Verantwortlichen, mehr Debatten unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu führen, und befürchtet, dass sichtbare Streitigkeiten die Wähler an die chaotische Ampelkoalition unter Olaf Scholz erinnern könnten. Weil pflichtete dieser Einschätzung bei und stellte fest, dass das aktuelle öffentliche Bild der Regierung dem ihrer Vorgängerin gleiche.

Trotz der Kritik rechnet Lies nicht mit einem vorzeitigen Scheitern der Koalition. Zudem warnte er vor einer sich selbst verstärkenden Negativspirale und betonte, dass die Arbeit der Regierung besser sei als ihr Ruf.

Die Aussagen von Lies und Weil unterstreichen die wachsende Sorge um das öffentliche Ansehen der Koalition. Zwar erkennen beide greifbare politische Erfolge an, doch betonen sie, dass interne Konflikte das Vertrauen in die Regierung untergraben könnten. Nun wird sich zeigen müssen, ob es der Regierung gelingt, die Aufmerksamkeit wieder auf ihre Leistungen zu lenken.