Kamerahersteller Leica bekommt neuen CEO - Leica wechselt an der Spitze: Neuer CEO übernimmt im April
Leica hat einen Wechsel an der Unternehmensspitze bekannt gegeben: Der aktuelle Vorstandsvorsitzende verlässt das Unternehmen. Matthias Harsch, der die Geschicke des Traditionsunternehmens seit 2017 lenkt, scheidet Ende März aus. Sein Nachfolger wird im April Andreas Voll sein, der umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Premium-Technologie und Markenstrategie mitbringt.
Harschs Abschied fällt in eine Phase starken finanziellen Wachstums für den deutschen Kamerahersteller. Unter seiner Führung verzeichnete Leica wiederholt Umsatzrekorde: Die Erlöse stiegen stetig von rund 365 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 412 Millionen, 498 Millionen und schließlich 550 Millionen Euro in den Folgejahren. Im letzten Geschäftsjahr legte der Umsatz erneut um 7,6 Prozent zu und erreichte mit 596 Millionen Euro einen neuen Höchststand.
Treiber des Erfolgs war die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Kompaktkameras, insbesondere nach den Messsucher- und Vollformatmodellen wie der SL3 und der Q4. Auch die Expansion in Asien – vor allem in China – sowie Kooperationen mit Marken wie Panasonic und Apple trugen zum Wachstum bei. Trotz dieser positiven Entwicklung schweigen der Mehrheitseigner Kaufmann, der 55 Prozent der Anteile hält, und der Minderheitsgesellschafter Blackstone (45 Prozent) zu Gerüchten über einen möglichen Verkauf des Unternehmens.
Andreas Voll bringt internationale Managementerfahrung und Expertise in der Unternehmensentwicklung mit. Seine Berufung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Leica im Premium-Kameramarkt weiterhin erfolgreich ist. Das in Wetzlar ansässige Unternehmen, das weltweit rund 2.300 Mitarbeiter beschäftigt, bleibt eng mit der Gründerfamilie verbunden – alle Mitglieder sind weiterhin im Unternehmen oder seinen Tochtergesellschaften aktiv.
Voll wird Leica nun in die nächste Phase führen und dabei auf die finanzielle Dynamik der vergangenen Jahre aufbauen. Der Fokus auf hochwertige Fotografie und strategische Partnerschaften bleibt zentral für das weitere Wachstum. Während es keine offiziellen Stellungnahmen zu möglichen Eigentumsveränderungen gibt, markiert der Führungswechsel die unmittelbarste Veränderung für die Marke.