Leerstehende Büros sollen zu 60.000 Wohnungen in Großstädten werden
Ein neues Regierungsprogramm könnte leerstehende Bürogebäude in Zehntausende Wohnungen in Deutschlands größten Städten verwandeln. Die Initiative zielt darauf ab, den Wohnraummangel zu bekämpfen und gleichzeitig ungenutzte Gewerbeflächen zu reduzieren. Nach Schätzungen von Behörden könnten bis zu 60.000 Wohnungen entstehen, wenn alle geeigneten Immobilien umgenutzt würden.
Das Bundesprogramm Gewerbe zu Wohnen konzentriert sich auf die Umwandlung beheizter, nichtwohnlicher Gebäude in Wohnraum. Um förderfähig zu sein, müssen die Sanierungen mindestens den Standard Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien erfüllen, um klimafreundliche Modernisierungen zu gewährleisten. Investoren können Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit erhalten – mit einer Obergrenze von 300.000 Euro pro Unternehmen –, die nicht zurückgezahlt werden müssen.
Alleine in den sieben größten Städten Deutschlands könnten aus leerstehenden Büros rund 11.000 neue Wohnungen entstehen. Dennoch gibt es Herausforderungen: Viele Bürogebäude verfügen nicht über nahegelegene Schulen, öffentlichen Nahverkehr oder Grünflächen, was sie für Wohnzwecke weniger attraktiv macht. Zudem könnten kostspielige Umbaumaßnahmen und hohe Baukosten die Umwandlungen verzögern.
Während das Bundesprogramm klare Förderrichtlinien bietet, variieren die lokalen Regelungen. Städte und Gemeinden in ganz Deutschland haben eigene Vorgaben, doch eine genaue Zahl der teilnehmenden Bundesländer steht noch nicht fest.
Die Initiative könnte den Druck auf dem Wohnungsmarkt verringern und gleichzeitig die Leerstände in Büroimmobilien reduzieren. Bei Erfolg könnten Tausende neue Wohnungen auf den Markt kommen – allerdings werden Standort und Sanierungskosten den Ausgang maßgeblich beeinflussen. Die finanzielle Unterstützung der Regierung soll Bauherren und Investoren dazu motivieren, solche Umwandlungen in Angriff zu nehmen.






