Landessozialgericht sucht neuen Präsidenten nach Rücktritt von Katrin Rieke

Hannah Böhm
Hannah Böhm
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Ein Anschlagbrett mit ein paar Notizen daran.Hannah Böhm

Landessozialgericht sucht neuen Präsidenten nach Rücktritt von Katrin Rieke

Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen sucht einen neuen Präsidenten, nachdem Katrin Rieke von ihrem Amt zurückgetreten ist. Ihr Ausscheiden folgt auf eine Phase tiefgreifender digitaler Reformen und personeller Umstrukturierungen. Die Stelle wird nun neu ausgeschrieben.

Rieke wechselte als Präsidentin an das Oberlandesgericht Braunschweig. Unter ihrer Führung vollzog das Landessozialgericht den Umstieg auf elektronische Akten – als letzte Institution in Niedersachsen. Seit Februar 2025 sind digitale Akten dort rechtlich verbindlich.

In ihrer Amtszeit leitete sie zudem Personalabbaumaßnahmen in der Justiz ein. Bisher steht für Januar 2026 noch kein Nachfolger fest. Bis zur Neubesetzung übernimmt Vizepräsidentin Lioba Huss kommissarisch die Verwaltungsgeschäfte des Gerichts. Die Digitalisierung begann im April 2024 und machte das Gericht zum letzten Sozialgericht der Region, das auf E-Akten umstellte. Damit entsprechen nun alle Sozialgerichte den modernen Standards der Aktenführung.

Die Präsidentschaft bleibt vorerst unbesetzt; ein bestätigter Kandidat wurde bislang nicht benannt. Lioba Huss führt die laufenden Geschäfte, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist. Die digitale Transformation und die personellen Anpassungen werden unter der interimistischen Leitung fortgesetzt.