Krise im Haus der Kulturen der Welt: Warum Künstler Berlin den Rücken kehren

Admin User
1 Min.
Eine Gruppe von Menschen untersucht Plakate und Diagramme, die an einer Wand in einem scheinbar Kunstmuseum angebracht sind.

Krise im Haus der Kulturen der Welt: Warum Künstler Berlin den Rücken kehren

Berlins Haus der Kulturen der Welt (HKW) steckt in einer wachsenden Krise – ausgelöst durch eine Reihe von Kontroversen. Die Absage eines Konzerts des schwäbischen Rappers Chefket in Berlin im Oktober 2023 hat eine breite Welle der Empörung ausgelöst, bei der sich deutsche Künstler in Solidarität weigern, in dem Haus aufzutreten. Ehemals ein zentraler Ort für internationale Aufführungen, sieht sich die Institution nun im Mittelpunkt politischer und kultureller Auseinandersetzungen.

Der Konflikt nahm seinen Lauf, als Chefket, der vom Goethe-Institut zum „Rap-Botschafter“ ernannt worden war, in Berlin auftreten sollte. Sein Auftritt in einem „Palästina“-T-Shirt – mit arabischer Kalligrafie und einer Umrissdarstellung, die an Israel erinnerte – sorgte für scharfe Kritik. Berlins Kultursenator Klaus Lederer griff ein, woraufhin die Veranstaltung abgesagt wurde.

Die Folgen der abgesagten Show haben das HKW isoliert zurückgelassen: Kein deutscher Künstler ist mehr bereit, dort aufzutreten. Der internationale Ruf des Hauses hat gelitten, während die Debatten über künstlerische Freiheit und politische Einflussnahme anhalten. Die Zukunft des einstigen kulturellen Begegnungsorts bleibt vorerst ungewiss.