Krankenstand in Schleswig-Holstein bleibt 2025 alarmierend hoch – trotz Stabilität
Elias WernerDAK: Krankheitsfehlzeiten in Schleswig-Holstein stabil - Krankenstand in Schleswig-Holstein bleibt 2025 alarmierend hoch – trotz Stabilität
Krankenstand in Schleswig-Holstein bleibt 2025 stabil – doch die Zahlen geben Anlass zur Sorge
Im Jahr 2025 blieb die durchschnittliche Dauer der Krankschreibungen in Schleswig-Holstein mit 20 Tagen pro Beschäftigtem konstant. Die Fehlzeitenquote lag bei 5,5 % – und damit um 2,4 Prozentpunkte über dem Bundesschnitt. Nun suchen Krankenkassen, Arbeitgeber und Politiker nach neuen Lösungsansätzen, um das Problem in den Griff zu bekommen.
Hauptgrund für Arbeitsunfähigkeit waren psychische Erkrankungen: Sie verursachten 415 ausgefallene Arbeitstage pro 100 Versicherte. Auch Atemwegserkrankungen und Muskel-Skelett-Beschwerden trugen maßgeblich zu den Fehlzeiten bei.
Die regionalen Unterschiede fallen deutlich aus: Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg verzeichneten die höchsten Fehlzeitenquoten, während Baden-Württemberg am besten abschnitt. Bereits 2024 hatte die DAK-Gesundheit gemeinsam mit Partnern in Schleswig-Holstein ein Maßnahmenpaket vorgelegt. Dieses sieht eine bessere Prävention psychischer Belastungen, die frühzeitige Erkennung von Fehlzeitenmustern, betriebliche Gesundheitsprogramme sowie datengestützte Analysen vor. Die Umsetzung soll bis Ende 2025 erfolgen.
Experten betonen, dass nur eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten zum Erfolg führt: Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzte und Krankenkassen müssen an einem Strang ziehen, um gesündere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die DAK fordert zudem vertiefte Forschungen zu den Gründen, warum Norddeutschland überdurchschnittlich hohe Fehlzeiten aufweist.
Ziel der geplanten Maßnahmen ist es, durch Vorbeugung und gezielte Unterstützung die Fehlzeiten zu senken. Gelingen die Initiativen, könnten sie nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten verbessern, sondern auch Produktivitätsverluste verringern. Entscheidend wird sein, ob die Zusammenarbeit aller Akteure nachhaltig gelingt.
