Koblenz kämpft mit Millionenloch durch veraltete Berufsschul-Zuschüsse seit 2014
Elias WernerKoblenz kämpft mit Millionenloch durch veraltete Berufsschul-Zuschüsse seit 2014
Koblenz steht vor einem Finanzloch von über 5 Millionen Euro seit 2014 – verursacht durch veraltete Zuschusszahlungen der umliegenden Landkreise. Die Stadt trägt derzeit den Großteil der Kosten für Berufsschüler aus dem Umland, obwohl die Kreise deutlich weniger als die tatsächlichen Ausgaben pro Schüler erstatten.
Hintergrund ist eine seit Langem bestehende Finanzierungslücke. Koblenz unterrichtet 1.932 Teilzeit-Berufsschüler aus neun benachbarten Kreisen – Ahrweiler, Altenkirchen, Bad Kreuznach, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn und Westerwald. Während die realen Kosten pro Schüler bei 406,80 Euro liegen, zahlen die Kreise bisher nur 190 Euro jährlich.
Der Rechnungsprüfungsausschuss hinterfragt nun, warum die Zuschüsse nie an die steigenden Kosten angepasst wurden. Zudem wird geprüft, ob die finanziellen Verluste der Stadt hätten vermieden werden können – etwa durch die Geltendmachung von Schadensersatz über eine Berufshaftpflichtversicherung.
Als Lösung sollen die Kreiszahlungen rückwirkend ab Januar dieses Jahres auf 300 Euro pro Schüler erhöht werden. Bis 2028 steigen die Beiträge weiter auf 400 Euro. Zudem plant die Stadt, künftig regelmäßig die Kostenentwicklung an Berufsschulen zu überprüfen, um neue Finanzierungslücken zu verhindern.
Die Maßnahmen zielen darauf ab, das jährliche Defizit Koblenz’ zu verringern, das derzeit über 400.000 Euro beträgt. Durch die neuen Beitragssätze erhofft sich die Stadt, einen Großteil der Verluste auszugleichen. Künftige Anpassungen sollen sicherstellen, dass die Zuschüsse mit den tatsächlichen Ausgaben Schritt halten.






