Koblenz kämpft mit 5-Millionen-Defizit bei Berufsschulkosten – wer zahlt die Rechnung?
Elias WernerKoblenz kämpft mit 5-Millionen-Defizit bei Berufsschulkosten – wer zahlt die Rechnung?
Die Stadt Koblenz steht vor einem finanziellen Problem: Seit Jahren häufen sich Defizite bei den Berufsschulkosten, die nun mehr als 5 Millionen Euro betragen. Der Rechnungsprüfungsausschuss verlangt daher Aufklärung, warum notwendige Anpassungen trotz steigender Ausgaben immer wieder verschoben wurden – während das jährliche Minus über 400.000 Euro liegt. Hintergrund ist eine jahrelange Unterdeckung der tatsächlichen Kosten. Die Nachbarregionen zahlten bisher nur 190 Euro pro Schüler, obwohl die realen durchschnittlichen Ausgaben für Teilzeit-Schüler bei 406,80 Euro liegen. Da diese Beiträge nie an die steigenden Kosten angepasst wurden, entstand ein wachsendes Defizit.
Ab Januar dieses Jahres reagiert Koblenz nun: Die Beiträge werden rückwirkend auf 300 Euro pro Schüler erhöht. Ab 2028 steigt die Gebühr weiter auf 400 Euro. Ziel ist es, die tatsächlichen Schülerkosten zu decken und weitere Verluste zu verhindern.
Zusätzlich prüft die Stadt, ob über eine Berufshaftpflichtversicherung Entschädigungen geltend gemacht werden können. Um künftige Defizite zu vermeiden, sollen die Kosten für Berufsschulen regelmäßig überprüft und die Kreisumlagen entsprechend angepasst werden. Mit den Maßnahmen will Koblenz die Finanzlage stabilisieren und sicherstellen, dass die Beiträge der Nachbarregionen künftig die realen Ausgaben abdecken. Gleichzeitig bleibt offen, ob die bisher entstandenen Verluste von über 5 Millionen Euro ausgeglichen werden können.






