14 April 2026, 02:16

Kik startet radikalen Umbau: Neuer CEO und 300 Filialschließungen bis 2026

Eine Straßenansicht mit einem internationalen Discounter an einer Ecke, umgeben von Gebäuden, Fahrzeugen, Verkehrsinfrastruktur, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Kik startet radikalen Umbau: Neuer CEO und 300 Filialschließungen bis 2026

Kik, der angeschlagene Modehändler, kündigt weitreichende Veränderungen in der Führungsetage und im Filialnetz an. Ulrich Hanfeld wird im Juni die Position des Vorstandsvorsitzenden (CEO) übernehmen und löst damit Patrick Zahn ab, der das Unternehmen nach Konflikten mit dem Eigentümer Tengelmann im vergangenen September verließ. Zudem plant Kik, bis Ende 2026 rund 300 Filialen in Europa zu schließen.

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Der Umbruch in der Führungsebene begann bereits im September 2025, als Patrick Zahn nach Meinungsverschiedenheiten mit Tengelmann das Unternehmen verließ. Bereits zuvor hatten der Finanzvorstand (CFO) Rüdiger Hartmann und der Betriebsleiter (COO) Dirk Ankenbrand Kik verlassen. Christian Kümmer, der zuvor beim Tierbedarfshändler Fressnapf tätig war, übernahm während der Übergangsphase kurzzeitig die interimistische Geschäftsführung.

Der neue Kik-Chef Ulrich Hanfeld bringt Erfahrung vom Konkurrenten NKD mit, wo er über sechs Jahre lang als Vorstandsvorsitzender tätig war. Zuvor hatte er die österreichische Sportartikelkette Hervis geleitet, bis diese Anfang 2026 verkauft wurde. Ein Branchenkenner bezeichnete ihn zwar als "begnadeten Verkäufer", merkte jedoch an, dass er nicht als Sanierungsexperte gelte.

Unterdessen wies Jela Götting, Managerin bei Tengelmann, Spekulationen über einen bevorstehenden Verkauf von Kik zurück. Dennoch treibt der Händler die Filialschließungen voran. Allein in Deutschland sollen 135 Standorte geschlossen werden, wobei etwa 2.200 Arbeitsplätze betroffen sind. Europaweit wird die Zahl der Schließungen bei 300 Filialen liegen, sodass Kik bis Ende 2026 netto 225 Standorte verlieren wird.

Hanfelds Amtsantritt fällt in eine Phase tiefgreifender Umstrukturierung bei Kik. Die geplanten Filialschließungen werden die Präsenz des Unternehmens in Europa deutlich verringern, wobei Tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Der neue Vorstandsvorsitzende steht vor der Herausforderung, das Unternehmen angesichts anhaltender finanzieller Belastungen zu stabilisieren.

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