07 April 2026, 12:17

Karbonbewehrter Beton soll die Bauindustrie revolutionieren – bis zu 80 Prozent weniger Ressourcenverbrauch

Betongebäude mit Graffiti, umgeben von Gras, Bäumen, Strommasten, Fahrzeugen auf einer Straße, anderen Gebäuden, Hügeln und einem klaren blauen Himmel.

Karbonbewehrter Beton soll die Bauindustrie revolutionieren – bis zu 80 Prozent weniger Ressourcenverbrauch

Neues Projekt soll karbonbewehrten Beton in den Bau-Mainstream bringen

Unter der Leitung des Leipziger Unternehmens Kahnt & Tietze GmbH startet eine Initiative, die karbonbewehrten Beton in der Bauindustrie etablieren will. Das Vorhaben könnte den Ressourcenverbrauch um bis zu 80 Prozent senken. Die Technologie verspricht leichtere, stabilere und nachhaltigere Baumaterialien als herkömmlicher stahlbewehrter Beton.

Den offiziellen Auftakt bildete das CUBE-Gebäude der TU Dresden, wo sich die Projektpartner zur Eröffnung trafen. In den kommenden vier Jahren entsteht in Leipzig eine Pilotanlage, die getestet und weiterentwickelt wird. Ziel ist es, bis Ende 2029 karbonbewehrten Beton in industriellem Maßstab herzustellen.

Die Bundesregierung fördert das Projekt mit rund 14 Millionen Euro. Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und die TU Dresden arbeiten gemeinsam an Forschung und Entwicklung. Im Fokus steht die Marktreife des Materials für den großflächigen Einsatz im Wohnungs- und Gewerbebau.

Gebäude verursachen derzeit 40 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Durch den Ersatz von Stahl durch Kohlenstofffasern könnte der neue Beton diesen Fußabdruck deutlich verringern. Gleichzeitig ermöglicht das Material schlankere, leichtere Konstruktionen – ohne Kompromisse bei Stabilität oder Langlebigkeit.

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Die Leipziger Pilotanlage dient als Testfeld für die nächste Entwicklungsphase. Bei Erfolg könnte die Technologie die Baupraxis in ganz Deutschland revolutionieren. Die Fertigstellung des Projekts im Jahr 2029 wird zeigen, ob sich karbonbewehrter Beton als Standard im nachhaltigen Bauen durchsetzen kann.

Quelle