09 June 2026, 23:01

Kanada verlängert Waffenamnestie – Oberster Gerichtshof entscheidet über umstrittene Verbote

Bundesregierung verlängert Waffenamnestie, während Supreme-Court-Verfahren läuft

Kanada verlängert Waffenamnestie – Oberster Gerichtshof entscheidet über umstrittene Verbote

Die kanadische Regierung hat eine Amnestie für Besitzer verbotener Schusswaffen verlängert, während auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs gewartet wird. Die Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem das Gericht eine Klage gegen die in den letzten Jahren eingeführten bundesweiten Waffenverbote prüfen wird.

Die ursprüngliche Frist zur Abgabe oder Deaktivierung der verbotenen Waffen endete am 30. Oktober. Nun erhalten Besitzer mehr Zeit, um sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten. In den vergangenen sechs Jahren hat Ottawa etwa 2.500 Waffentypen verboten, darunter Modelle wie das AR-15 und die Ruger Mini-14. Diese Einschränkungen waren Teil umfassender Bemühungen, die Waffenkontrollmaßnahmen im Land zu verschärfen.

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Der Oberste Gerichtshof Kanadas hat sich bereit erklärt, einen Einspruch gegen diese Verbote zu prüfen. Bis eine Entscheidung gefallen ist, hat die Regierung das Auslaufen der Amnestie verschoben. Statt wie geplant am 30. Oktober zu enden, bleibt sie nun 90 Tage über das erwartete Urteil hinaus in Kraft, das voraussichtlich im kommenden Jahr ergehen wird.

Diese Verlängerung berührt nicht das bundesweite Entschädigungsprogramm für Besitzer verbotener Waffen. Diese Initiative läuft weiterhin planmäßig bis Oktober und ermöglicht Betroffenen, eine Vergütung für die Abgabe ihrer Waffen zu erhalten. Die Verzögerung gibt Waffenbesitzern zusätzliche Zeit, um sich an die gesetzlichen Bestimmungen zu halten, während das Gerichtsverfahren läuft. Sobald der Oberste Gerichtshof sein Urteil verkündet, gilt die Amnestie noch weitere 90 Tage, bevor sie ausläuft. Das Ergebnis des Einspruchs könnte die künftige Waffenpolitik Kanadas maßgeblich prägen.

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