Kampeter fordert mehr Produktivität und scharfe Kritik an der Bundesregierung
Hannah BöhmKampeter fordert mehr Produktivität und scharfe Kritik an der Bundesregierung
Steffen Kampeter, Chef der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), hat die Arbeitnehmer in Deutschland aufgefordert, ihre Produktivität zu steigern. Gleichzeitig kritisierte er die Bundesregierung scharf dafür, dass sie angesichts wachsender wirtschaftlicher Belastungen die Rahmenbedingungen für Unternehmen nicht verbessere.
Kampeter verwies auf die hohen Belastungen für deutsche Betriebe, darunter exorbitante Energiekosten, übermäßige Bürokratie und stark gestiegene Lohnnebenkosten. Die Politik müsse endlich handeln, um diese Lasten zu verringern – statt sich darauf zu verlassen, dass sich die Wirtschaft selbst anpasse, so seine Forderung.
Deutschland habe seit den Hartz-IV-Arbeitsmarktreformen seine Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, erklärte Kampeter. Das Land sei längst nicht mehr der attraktivste Wirtschaftsstandort Europas – sein nüchternes Fazit: "Nicht einmal ansatzweise." Der BDA-Chef betonte, die Nation müsse ihren "Arbeitswillen" zurückgewinnen, um die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen zu meistern.
Besonders hart fiel seine Kritik an der Bundesregierung aus. Zwar werde ständig über Reformen diskutiert, doch bei der Umsetzung herrsche ein "offensichtliches Versagen". Kampeter machte klar: Nur mit "den besten Produkten" könne Deutschland im internationalen Wettbewerb bestehen – ein Anspruch, den er besonders in der Automobilbranche nicht mehr erfüllt sieht.
Mit seinen Äußerungen setzt Kampeter sowohl Arbeitnehmer als auch Politiker unter Druck, die wirtschaftlichen Probleme des Landes anzugehen. Ohne eine spürbare Steigerung der Produktivität und konkrete Reformen, warnte er, drohe Deutschland im globalen Wettbewerb weiter zurückzufallen.






