04 March 2026, 14:45

Jugendherbergen in Niedersachsen kämpfen mit Schließungen und Rekordübernachtungen

Der Eingang zu einer kinderfreundlichen Schule zeigt einen Bogen und ein Tor in der Mitte, zwei Unterstände auf beiden Seiten und eine Straße unten, mit Bäumen und Pflanzen im Hintergrund, die eine friedliche Atmosphäre schaffen.

Jugendherbergen: Weniger Schulklassen, mehr Familienurlaube - Jugendherbergen in Niedersachsen kämpfen mit Schließungen und Rekordübernachtungen

Jugendherbergen in Niedersachsen und Bremen stehen vor einem Wandel. Seit 2020 wurden sieben Standorte geschlossen, und bis 2026 sollen weitere folgen – Grund sind steigende Kosten. Dennoch verzeichnete das Netzwerk allein 2025 fast 1,1 Millionen Übernachtungen.

Der Deutsche Jugendherbergsverband (DJH) hat seit 2020 sieben Herbergen in der Region dauerhaft geschlossen. Betroffen sind Bad Iburg, Delmenhorst, Hameln, Lüneburg, Oldenburg, Verden und Bremen, die bis 2025 ihren Betrieb einstellten. Die Jugendherberge in Uelzen folgte Ende desselben Jahres, während der Standort Wingst nach der Saison 2026 schließen soll. Als Hauptgrund für die Schließungen wurden hohe Sanierungskosten genannt.

Rund 50 Jugendherbergen in Niedersachsen und Bremen bleiben geöffnet. Viele davon wurden kürzlich modernisiert, darunter die Standorte in Bremen, Borkum, Damme, Esens-Bensersiel, Lingen und Worpswede. Diese Aufwertungen haben die Besucherzahlen gesteigert: 2025 übernachteten fast 380.000 Gäste in den Häusern.

Schulklassen bleiben mit 42,8 Prozent aller Übernachtungen die wichtigste Gästegruppe, doch dieser Bereich verzeichnete im vergangenen Jahr einen leichten Rückgang. Gleichzeitig stiegen Familienreisen um 1,4 Prozent – begünstigt durch erweiterte Angebote und verbesserte Einrichtungen.

Die Schließungen spiegeln die anhaltenden finanziellen Belastungen wider, doch die modernisierten Herbergen ziehen weiterhin Gäste an. Mit fast 1,1 Millionen Übernachtungen im Jahr 2025 bleibt das Netzwerk lebendig – seine Zukunft hängt jedoch davon ab, Kosten und Nachfrage in Einklang zu bringen. Während Schulaufenthalte stabil bleiben, zeigt der Familientourismus ein allmähliches Wachstum.