Jisoo von Blackpink in Design-Streit: Warum Fans jetzt gegen einen Modedesigner kämpfen
Elias WernerJisoo von Blackpink in Design-Streit: Warum Fans jetzt gegen einen Modedesigner kämpfen
Der belgische Modedesigner Benjamin Voortmans hat kürzlich Jisoo von Blackpink vorgeworfen, entliehene Designs nach einem Fotoshooting nicht zurückgegeben zu haben. Die Anschuldigung löste sofortige Gegenreaktionen bei der hingebungsvollen Fangemeinde der K-pop-Stars aus. Mit 80 Millionen Followern auf Instagram formierte sich Jisoos Unterstützung schnell, um ihren Ruf zu verteidigen.
Voortmans nannte Jisoo zunächst öffentlich, um eine Reaktion von ihrem Team zu provozieren. Später präzisierte er, dass es nie seine Absicht gewesen sei, sie persönlich anzugreifen. Im Gegenteil: Er äußerte Bewunderung für die Sängerin und verurteilte den Online-Hass, der sich gegen sie richtete.
Der Designer hatte sich zunächst bereit erklärt, die Angelegenheit mit WWD zu besprechen, zog sich dann aber zurück und erklärte, die Sache werde privat geklärt. Seine Äußerungen hatten jedoch bereits eine heftige Reaktion der Fans ausgelöst.
Expertinnen wie Susan Kresnicka, Gründerin von KR&I und des Fandom Institute, weisen darauf hin, dass Streitigkeiten, die zentrale Aspekte der Fan-Identität betreffen – etwa im Zusammenhang mit K-pop-Gruppen oder Künstlerinnen wie Taylor Swift –, oft besonders intensive Reaktionen hervorrufen. Studien zeigen, dass 75 Prozent der Fans die Fankultur genauso oder sogar noch fesselnder empfinden als die Inhalte selbst. Parasoziale Beziehungen treiben erhebliche Konsumausgaben an und machen Fandoms zu einer mächtigen, aber unberechenbaren Kraft.
Kresnicka warnte zudem, dass Fandoms gegen Überkommerzialisierung resistent sind. Marken müssen vorsichtig agieren, wenn sie mit solchen leidenschaftlichen Communities interagieren, da Fehltritte zu schnellen und lautstarken Gegenreaktionen führen können.
Der Vorfall unterstreicht den Einfluss engagierter Fangemeinden bei der Prägung öffentlicher Narrative. Voortmans’ Vorwürfe, die er später abmilderte, zeigten, wie schnell Konflikte eskalieren können, wenn hochkarätige Prominente involviert sind. Derzeit deutet alles darauf hin, dass die Angelegenheit auf privatem Wege beigelegt wird.






