Jekaterinburgs 20. Lange Nacht der Museen lockt mit 101 Häusern und interaktiven Erlebnissen
Elias WernerJekaterinburgs 20. Lange Nacht der Museen lockt mit 101 Häusern und interaktiven Erlebnissen
Jekaterinburg feiert seine 20. „Lange Nacht der Museen“ mit 101 Häusern und besonderen Erlebnissen
Jekaterinburg hat seine 20. jährliche „Lange Nacht der Museen“ mit 101 teilnehmenden Einrichtungen gefeiert, die ihre Türen für die Öffentlichkeit öffneten. Das Programm umfasste Sonderausstellungen, interaktive Rätselspiele und Führungen in der gesamten Stadt. Ein Höhepunkt war das „Mineral-Podcast“-Rätsel im Museum für Steinschneide- und Juwelenkunst.
Die vielfältige Kulturszene der Stadt präsentierte sich in voller Pracht – von Führungen zu sowjetischer Technik bis hin zu kreativen Workshops. Die Veranstalter sorgten dafür, dass Besucher Geschichte, Wissenschaft und Kunst auf unterhaltsame Weise erkunden konnten.
Im Museum für Steinschneide- und Juwelenkunst nahmen Gäste am großen „Mineral-Podcast“-Rätsel teil. Zu den Aufgaben gehörten das Zusammenfügen von Mosaiken, das Lauschen auf die Trommel eines Schamanen und das Gestalten kleinerer Mineralausstellungen. Die Aktion zog zahlreiche Besucher an, die die einzigartigen Sammlungen des Museums auf interaktive Weise erleben wollten.
Unterdessen öffnete der kreative Cluster „Uraler Silicon Valley“ an zwei Standorten durchgehend seine Pforten. Technikbegeisterte nahmen an der Führung „Die elektronischen Zauberer“ teil, geleitet von Jewgeni Burdenkow, und entdeckten frühe sowjetische Computer. Diese Maschinen, berüchtigt für ihre Unzuverlässigkeit, liefen fehlerfrei gerade einmal fünf Stunden am Tag.
Das Historische Museum Jekaterinburg zeigte zudem die Sonderausstellung „Reiselust im Kofferformat“, die an den 60. Jahrestag der örtlichen Sputnik-Reiseabteilung erinnerte. Die Schau beleuchtete die Hürden des Reisens in der Sowjetzeit – von strengen Altersbeschränkungen bis hin zu verpflichtenden Arbeitsplatzreferenzen für Auslandsreisen. Die Jekaterinburger Sputnik-Niederlassung zählte einst zu den drei größten Reisebüros der UdSSR, hinter Moskau und Leningrad.
An anderen Orten führten Experten durch die russische Mosaikkunst und die Feinheiten des Gravierens. Die Besucher wechselten zwischen den Veranstaltungsorten und genossen bis spät in die Nacht ein Mix aus historischen Einblicken und kreativen Aktivitäten.
Die 20. „Lange Nacht der Museen“ in Jekaterinburg vereinte Geschichte, Technik und Kunst in einem stadtweiten Event. Tausende erkundeten Ausstellungen, beteiligten sich an Rätselspielen und lernten das kulturelle Erbe der Region kennen. Der Erfolg der Nacht festigte den Ruf der Stadt als kulturelles Zentrum im Ural.






