19 February 2026, 20:30

Hubschrauber kartiert Grundwasser zwischen Vogelpark Walsrode und Nienburg mit SkyTEM-Technik

Ein Hubschrauber vor einem Gebäude geparkt, umgeben von Bäumen, Straßen und Fahrzeugen, mit einem Gewässer auf der linken Seite.

Hubschrauber kartiert Grundwasser zwischen Vogelpark Walsrode und Nienburg mit SkyTEM-Technik

Hubschrauber-Vermessung kartiert Grundwasser und Geologie zwischen Vogelpark Walsrode und Nienburg/Weser

Vom 16. bis voraussichtlich 25. Februar wird ein Hubschrauber das Gelände zwischen Vogelpark Walsrode und Nienburg/Weser in niedriger Flughöhe abfliegen, um unterirdische Wasserressourcen und geologische Strukturen zu erfassen. Anwohner könnten das Flugzeug beobachten, das in etwa 30 Metern Höhe eine große Antennenkonstruktion hinter sich herschlepppt.

Die Befliegung ist Teil einer hydrogeologischen Studie des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Mit der SkyTEM-Methode misst der Hubschrauber die elektrische Leitfähigkeit von Gesteinsschichten bis in 300 Meter Tiefe. Hohe Widerstandswerte deuten dabei meist auf Sand oder Kies hin, während niedrige Werte auf Ton oder Salzwasser hindeuten.

Die gesammelten Daten fließen in ein detailliertes Untergrundmodell ein, das sich insbesondere auf eiszeitliche Rinnen konzentriert – mögliche Träger von Süßwasserleitern oder versalzenen Zonen. Die Erkenntnisse sind entscheidend für die Ausweisung von Trinkwasserschutzgebieten und die Planung von Geothermieprojekten.

Die Flugrouten folgen einem Rastermuster mit etwa 300 Metern Abstand und erstrecken sich vom Bereich der A27 bei Vogelpark Walsrode bis zur Bundesstraße 214 zwischen Nienburg/Weser und Rodewald. Solche SkyTEM-Befliegungen finden in Niedersachsen seit Jahren unregelmäßig statt, wobei die genauen Zahlen früherer Einsätze nicht veröffentlicht wurden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Nach der Auswertung werden die Ergebnisse über den NIBIS-Kartenserver öffentlich zugänglich gemacht und liefern aktuelle geologische Daten für die Regionalplanung.

Die Untersuchung schließt Wissenslücken in der Hydrogeologie und unterstützt Behörden sowie Planer dabei, den Trinkwasserschutz zu präzisieren und das Geothermie-Potenzial der Region zu bewerten. Die aufbereiteten Daten stehen nach Abschluss der Analysen online zur Verfügung.