Hodenhagens Deichverband kämpft um Hochwasserschutz und rechtliche Anerkennung

Admin User
1 Min.
Eine Warntafel ist an einem Tor vor einer Baustelle angebracht, mit Häusern und Bäumen im Hintergrund.

Hodenhagens Deichverband kämpft um Hochwasserschutz und rechtliche Anerkennung

Deichverbände in Teilen Niedersachsens vor rechtlichen und sicherheitstechnischen Herausforderungen

Nach der Aufdeckung von Mängeln bei der Gründung nach 1990 stehen Deichverbände in Teilen Niedersachsens vor rechtlichen und sicherheitstechnischen Problemen. Der Deichverband Hodenhagen (DV Hodenhagen) wurde im vergangenen Winter sogar bei entscheidenden Hochwasserschutzgesprächen ausgegrenzt. Nun sind dringende Sanierungen und eine rechtliche Neuordnung nötig – doch Fortschritte bleiben aus.

Im Dezember 2023 und Januar 2024 wurde der DV Hodenhagen trotz steigender Hochwassergefahr teilweise von den Krisenberatungen ausgeschlossen. Lokale Vertreter machen dafür formell-juristische Verzögerungen durch den NLWKN (Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) verantwortlich, die notwendige Sicherheitsarbeiten blockieren. Die Kreisverwaltung hingegen betont, die Kommunikation innerhalb des Krisenstabs sei reibungslos verlaufen und von allen Beteiligten positiv aufgenommen worden.

Die Situation lässt Hodenhagens Hochwasserschutz in der Schwebe: Rechtliche Hürden und Finanzierungslücken verhindern dringend benötigte Modernisierungen. Solange das geplante Sperrwerk nicht gebaut und der rechtliche Status des Verbandes nicht geklärt ist, bleibt die Sicherheit der Gemeinde bei künftigen Überschwemmungen ungewiss. Die Kreisbehörden versichern zwar, die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte funktioniere einwandfrei – strukturelle Lösungen werden jedoch noch Jahre auf sich warten lassen.