Hitze im mexikanischen Senat: Debatte um Halconazo und Kartell-Vorwürfe eskaliert
Elias WernerHitze im mexikanischen Senat: Debatte um Halconazo und Kartell-Vorwürfe eskaliert
Im mexikanischen Senat eskalierten die Spannungen während einer hitzigen Debatte über historische und politische Themen. Die von Senatspräsidentin Laura Itzel Castillo Juárez geleitete Sitzung war geprägt von scharfen Wortgefechten zwischen Abgeordneten unterschiedlicher Parteien.
Im Mittelpunkt standen die Gedenkkultur zum Massaker von Halconazo 1971 sowie der jüngste Wahlsieg der PRI im Bundesstaat Coahuila. Zwischen Andrea Navarro und Lilly Téllez entbrannte ein erbitterter Streit, der die Sitzung unterbrach. Als die Stimmung im Plenarsaal kippte, unterbrach Castillo Juárez die Debatte, um die Ordnung wiederherzustellen.
Carolina Viggiano thematisierte Mexikos anhaltenden Kampf gegen die organisierte Kriminalität. Sie warf der aktuellen Regierung vor, mit Verbrechern zu kollaborieren, und behauptete, der „Krieg gegen Drogen“ sei eine Absprache zwischen der PAN-Regierung und dem Sinaloa-Kartell gewesen. Castillo Juárez entgegnete, die Drogenkartelle seien unter den Regierungen von PRI und PAN entstanden – nicht während der Amtszeit von Morena.
Kenia López Rabadán, Präsidentin der Abgeordnetenkammer, mahnte Castillo Juárez, die Verantwortung ihres Amtes ernst zu nehmen. Die Senatschefin kritisierte zudem das „PRIAN-Regime“ und machte es für die Schädigung des Landes verantwortlich.
Die Sitzung endete ohne Entspannung der politischen Lager. Die Debatten offenbarten tiefe Gräben in Fragen historischer Verantwortung und aktueller Sicherheitsherausforderungen. Die Abgeordneten verließen den Saal, ohne in den strittigen Punkten zu einer Einigung gelangt zu sein.






