08 April 2026, 03:03

Historischer Tarifabschluss: Ost-Löhne in der Bauwirtschaft erreichen Westniveau

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Historischer Tarifabschluss: Ost-Löhne in der Bauwirtschaft erreichen Westniveau

Die deutsche Bauwirtschaft hat einen historischen Tarifabschluss erzielt, der die Löhne in Ostdeutschland vollständig an das Westniveau angleicht. Damit endet nach Jahrzehnten die Ungleichbezahlung zwischen beiden Regionen – ein Schritt, den die Gewerkschaft IG BAU als 'richtungsweisenden Erfolg' bezeichnet. Der neue Tarifvertrag betrifft rund 920.000 Beschäftigte in der Branche, davon über 600.000 in Westdeutschland. Erstmals gilt bundesweit das Prinzip 'Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt' – Bauarbeiter in Ost und West erhalten für dieselbe Arbeit denselben Lohn.

Die Löhne in Ostdeutschland steigen um 5,3 Prozent, während die Beschäftigten im Westen eine Erhöhung von 3,9 Prozent erhalten. Die Vereinbarung, die bis zum 31. März 2027 gilt, setzt damit bis mindestens 2027 neue Maßstäbe für die gesamte Branche.

Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der IG BAU, lobte den Abschluss als Meilenstein. Die Lohnlücke zwischen Ost und West, die seit der Wiedervereinigung bestand, wird damit endgültig geschlossen. Mit dem Tarifabschluss endet eine jahrzehntelange Ungleichheit in der Bauwirtschaft. Die Vereinbarung schafft nicht nur faire Löhne, sondern gibt der Branche auch langfristige Planungssicherheit bis 2027.

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