Hessens Buchenwälder schwinden rasant – 12.000 Hektar seit 2020 verloren
Noah WeberMehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Buchenwälder schwinden rasant – 12.000 Hektar seit 2020 verloren
Hessens Buchenwälder um 5–7 Prozent geschrumpft
Seit 2020 sind Hessens Buchenwälder um 5 bis 7 Prozent geschrumpft – bis Anfang 2026 gingen rund 12.000 Hektar verloren. Der Rückgang folgte der Aufhebung eines Rodungsverbots im Jahr 2024, das ursprünglich eingeführt worden war, um Buchenbestände zu schützen, während neue, klimaresistente Waldstrategien entwickelt wurden. Durch verstärkte Holzeinschläge und Sturmschäden hat sich seither die Fläche der buchen geprägten Wälder in der Region verringert.
Das vorübergehende Rodungsverbot für bestimmte Buchenbestände war 2020 Teil der Bemühungen, widerstandsfähigere Mischwälder zu schaffen. Seine Aufhebung 2024 führte zu einem deutlichen Anstieg der Laubholzeinschläge, die 2025 um etwa 25 Prozent stiegen. Gleichzeitig ging der Nadelholzeinschlag im selben Zeitraum um rund 6 Prozent zurück.
Insgesamt stieg die Holzentnahme in Hessens Staatsforsten 2025 leicht an und erreichte etwa 1,49 Millionen Kubikmeter. Zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 wurde ein weiterer Anstieg um 6 Prozent verzeichnet, da Forstleute beschädigte Bäume räumten. Viele davon hatten unter anhaltender Dürre und Hitzewellen in den Vorjahren gelitten – die Folgen zeigen sich erst jetzt in vollem Umfang.
Um weitere Schäden zu begrenzen, hat HessenForst die Arbeitsabläufe angepasst, um Bodenbelastungen bei starkem Schneefall oder längerer Nässe zu vermeiden. Die Behörde setzt weiterhin auf Waldumbau und will anfällige Reinbestände durch stabilere, artenreiche Wälder ersetzen.
Der Verlust der Buchenwälder unterstreicht die langfristigen Folgen des Klimastresses für Hessens Wälder. Mit 12.000 Hektar weniger seit 2020 versuchen die Verantwortlichen, erhöhte Holzentnahmen mit dem Aufbau widerstandsfähigerer Ökosysteme in Einklang zu bringen. Der Wandel hin zu Mischwäldern bleibt ein zentraler Baustein der künftigen Bewirtschaftungspläne.






