24 January 2026, 04:28

Hessen und Schleswig-Holstein zahlen Einsatzkräften pauschale Entschädigung nach Angriffen

Eine Gruppe von Polizisten in Helmen und Handschuhen steht vor einem Gebäude mit Glaswänden und -türen, links ein Pfahl und im Hintergrund Schilder mit "Friedrichshain Kreuzberg" und Papiere an den Glaswänden geklebt.

Hessen's Special Path: Compensation for Attacked Police Officers - Hessen und Schleswig-Holstein zahlen Einsatzkräften pauschale Entschädigung nach Angriffen

Hessen bleibt das einzige deutsche Bundesland, das Einsatzkräften, die während ihres Dienstes in Schleswig-Holstein angegriffen werden, eine pauschale Entschädigung von 2.000 Euro zahlt. Die Regelung ist Teil des "Respektpakets" von Innenminister Roman Poseck und soll die Unterstützung für Polizisten, Feuerwehrleute und andere Rettungskräfte in Schleswig-Holstein vereinfachen. Nun hat Schleswig-Holstein 2024 ein eigenes Modell nach diesem Vorbild eingeführt.

Die Entschädigung wurde als "zusätzliche, unbürokratische Unfallleistung" für alle Einsatzkräfte in Schleswig-Holstein eingeführt, die bei einem Angriff verletzt werden – unabhängig von der Schwere der Verletzung. Allein in Hessen wurden seit 2022 rund 1.500 solche Vorfälle registriert. Die Bewilligungsquote für Anträge bleibt hoch: Sowohl 2023 als auch 2024 wurden über 90 Prozent der Anträge genehmigt.

Die Auszahlung erfolgt, nachdem die Staatsanwaltschaft die Details des Angriffs in Schleswig-Holstein bestätigt hat; die endgültige Entscheidung trifft der Regierungspräsident in Kiel. Trotz Bemühungen um Straffung kritisiert die FDP-Fraktion das Verfahren weiterhin als zu kompliziert und langsam. Beamte räumen zwar Verbesserungen ein, können aber aufgrund unzureichender Daten keine durchschnittliche Bearbeitungsdauer nennen. Poseck bezeichnet Rettungskräfte wiederholt als "Alltagshelden" und betont die Notwendigkeit größerer öffentlicher Wertschätzung für diejenigen, die im Einsatz ihr Leben riskieren. Sein "Respektpaket" soll sowohl finanzielle Unterstützung als auch gesellschaftliche Anerkennung für diejenigen bieten, die im Einsatz ihr Leben riskieren.

Hessens Pauschalentschädigung bleibt in Deutschland einzigartig, auch wenn Schleswig-Holstein nun ein ähnliches System übernommen hat. Bei hohen Genehmigungsquoten und laufenden Reformen entwickelt sich die Regelung weiter. Dennoch kämpfen Betroffene nach Angriffen weiterhin mit Verzögerungen und bürokratischen Hürden.

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