Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Musik und demokratisches Engagement
Elias WernerHerbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Musik und demokratisches Engagement
Herbert Grönemeyer erhält den Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung für sein Lebenswerk in Musik und Demokratie. Die Auszeichnung würdigt sowohl seinen künstlerischen Einfluss auf die deutsche Kultur als auch sein entschiedenes Eintreten gegen rechtsextreme Strömungen. Zu den früheren Preisträgern zählen die BioNTech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin; in diesem Jahr wird Bundeskanzler Friedrich Merz an der Verleihungsfeier teilnehmen.
Die Deutsche Nationalstiftung, ins Leben gerufen vom ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt, ehrt Persönlichkeiten, die sich für Zusammenhalt, Toleranz und internationales Verständnis einsetzen. Grönemeyers jahrzehntelange Karriere hat die deutsche Popgeschichte geprägt, während sich sein politisches Engagement in den letzten Jahren noch verstärkt hat.
Allein 2024 beteiligte er sich an der Solidaritätskampagne Du bist nicht allein und nutzte seine Tournee, um für demokratische Werte zu werben. Besonders sichtbar war sein Einsatz für die Initiative Feuerwall gegen Rechts: Im September 2024 war er Headliner einer Kundgebung in Leipzig mit über 6.000 Teilnehmenden, und für 2025 plant er eine Tour durch Städte wie Dortmund, Hamburg und Berlin, um Wählerinnen und Wähler gegen Extremismus zu mobilisieren.
Grönemeyer warnt seit Langem vor Angriffen auf die deutsche Demokratie. Er fordert eine "Brandmauer" gegen die Rechte, unterstützt Ermittlungen zu extremistischen Netzwerken und kritisiert öffentlich Andersdenkende – einmal bezeichnete er sie während eines Konzerts als "rechte Ratten". Sein Lob für die Geflüchteten 2015 als "Glücksfall" für Deutschland unterstrich zudem seine progressive Haltung.
Der Preis unterstreicht Grönemeyers Doppelfunktion als Kulturikone und Verteidiger demokratischer Grundwerte. Mit seinen anhaltenden Kampagnen und öffentlichen Stellungnahmen will er rechtsextremen Einfluss vor den anstehenden Wahlen entgegenwirken. Die Preisverleihung findet noch in diesem Jahr in Berlin statt.






