Henkel warnt vor steigenden Preisen durch explodierende Materialkosten bis 2026
Noah WeberHenkel warnt vor steigenden Preisen durch explodierende Materialkosten bis 2026
Der Konsumgüterkonzern Henkel steht vor steigenden Herausforderungen durch stark schwankende Marktpreise. Das Unternehmen warnt davor, dass eine verlässliche Prognose der künftigen Ausgaben kaum möglich sei – mit möglichen Folgen für Verbraucher ab 2026. Henkel hat in den vergangenen Monaten Materialkostensteigerungen im hohen einstelligen Prozentbereich verzeichnet. Dadurch entstanden zusätzliche Ausgaben von 400 bis 500 Millionen Euro. Um die höheren Kosten abzufedern, verhandelt das Unternehmen mit Lieferanten neu und passt Marktpreise an.
Im Industriegeschäft, insbesondere bei Klebstoffen, wurden bereits Preiserhöhungen umgesetzt. Aktuell setzt Henkel auf selektive Anpassungen, vor allem bei neu eingeführten Produkten. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass es die Kosten im Griff behalten muss, ohne preissensible Kunden zu vergraulen.
Sollte der Kostendruck anhalten, könne das Unternehmen flächendeckende Preiserhöhungen nicht ausschließen. Verbraucher müssten dann ab 2026 mit teureren Produkten rechnen, falls sich die Materialkosten nicht stabilisieren. Henkel bleibt in einer schwierigen Lage: Einerseits muss das Unternehmen auf die gestiegenen Kosten reagieren, andererseits will es Verbraucher nicht durch zu starke Preisanpassungen belasten. Ob es gelingt, die Balance zu halten, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Marktpreise ab.






