Handbemaltes Kennzeichen führt zu Drogenfund und Fälschungsvorwürfen auf der A2
Lotta BrandtHandbemaltes Kennzeichen führt zu Drogenfund und Fälschungsvorwürfen auf der A2
Polizei stoppt Renault auf A2 mit handgemaltem Kennzeichen – Drogen, gefälschte Papiere und kein Versicherungsschutz
Die Autobahnpolizei in Helmstedt hat auf der A2 einen Renault angehalten, nachdem Beamte ein handbemaltes Nummernschild entdeckt hatten. Die auffällige Zulassung weckte sofort Misstrauen und führte zu weiteren Kontrollen. Dabei stellten die Beamten zahlreiche Verstöße sowohl am Fahrzeug als auch beim Fahrer fest.
Das Kennzeichen des Renault gehörte nicht zu dem Wagen, sondern zu einem anderen Fahrzeug. Der Renault selbst war weder zugelassen noch versichert. Zudem stellte sich heraus, dass der 22-jährige Fahrer lediglich über einen vorläufigen französischen Führerschein verfügte, der in Deutschland nicht anerkannt wird.
Während der Kontrolle fielen den Beamten körperliche Anzeichen auf, die auf Drogenkonsum hindeuteten. Ein Schnelltest bestätigte, dass der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Daraufhin wurde ihm die Weiterfahrt untersagt. Nun muss er sich wegen Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss verantworten.
Auch der 22-jährige Halter des Wagens gerät nun ins Visier der Ermittler. Ihm wird vorgeworfen, Urkunden gefälscht und einem Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis sein Fahrzeug überlassen zu haben. Laut Bundeskriminalstatistik registriert die Polizei jährlich tausende Fälle mit gefälschten oder manipulierten Kennzeichen – handgefertigte Nummernschilder machen dabei zwar einen kleineren, aber hartnäckigen Anteil aus.
Dem Fahrer drohen nun Anklagen wegen Fahrens ohne gültigen Führerschein und unter Drogeneinfluss. Der Halter muss sich hingegen wegen Urkundenfälschung und der Überlassung eines Fahrzeugs an einen nicht berechtigten Fahrer verantworten. Beide Fälle werden in den kommenden Wochen vor Gericht verhandelt.
