Hamburgs Verkehrsbetriebe dämpfen Gerüchte über akuten Fahrermangel
Bus- und Bahnunternehmen melden stabile Personalstärken - Hamburgs Verkehrsbetriebe dämpfen Gerüchte über akuten Fahrermangel
Hamburgs Verkehrsbetriebe bestätigen: Kein akuter Fahrermangel in der Stadt
Die öffentlichen Verkehrsunternehmen in Hamburg versichern, dass es derzeit keinen flächendeckenden Mangel an Fahrpersonal gibt. Während einige Betriebe ihre Teams ausbauen wollen, konzentrieren sich andere darauf, durch Pensionierungen oder natürliche Fluktuation entstandene Lücken zu schließen.
Die Maßnahmen fallen in eine Phase des Wandels, in der verschiedene Sparten – von der Bahn bis zu den Fährlinien – sich auf stetige Personalveränderungen in den kommenden Monaten einstellen.
Die S-Bahn Hamburg plant aufgrund des regulären Personalwechsels neue Einstellungen. Das Unternehmen bietet 50 Ausbildungsplätze an und will monatlich zehn Quereinsteiger als Triebwagenführer gewinnen. Trotz dieser Rekrutierungsoffensive betont der Betreiber, dass kein genereller Personalmangel herrscht.
Die Hochbahn, ein weiterer zentraler Verkehrsanbieter, hat ihren Personalbestand durch gezielte Nachwuchskampagnen stabil gehalten. Gleichzeitig erwartet die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH), noch in diesem Jahr frei werdende Stellen durch neu ausgebildete Busfahrer besetzen zu können – viele davon entstehen durch Renteneintritte.
Die städtische Fährgesellschaft Hadag will ihr Team 2024 um zehn neu ausgebildete Schiffsführer erweitern. Da externe Rekrutierungsmöglichkeiten für qualifizierte Kapitäne begrenzt sind, setzt das Unternehmen auf eigene Ausbildungsprogramme.
In einem verwandten, aber eigenständigen Schritt hatte der Logistikkonzern Hapag-Lloyd bereits 2023 angekündigt, mehr als zehn neue Schiffsoffiziere einstellen zu wollen. Damit sollte dem branchenweiten Fachkräftemangel in der Schifffahrt begegnet werden.
Hamburgs Verkehrs- und Schifffahrtssektor setzt also auf eine Mischung aus gezielter Anwerbung und interner Qualifizierung, um die Dienstleistungsqualität zu sichern. Lehrstellen, Quereinsteigerprogramme und hausinterne Schulungen sollen die Personaldecke stabil halten. Die beteiligten Unternehmen betonen, dass die aktuellen Einstellungsinitiativen präventiv angelegt sind – und nicht als Reaktion auf einen bestehenden Mangel.
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