Hamburger SV-Manager fordert Revolution für die Übertragung der Frauen-Bundesliga-Spiele
Hannah BöhmHSV-Vorstand schlägt TV-Konferenz in der Frauen-Bundesliga vor - Hamburger SV-Manager fordert Revolution für die Übertragung der Frauen-Bundesliga-Spiele
Eric Huwer, Manager beim Hamburger SV, fordert grundlegende Änderungen am Übertragungsplan der Frauen-Bundesliga. Er plädiert dafür, die Montagsabendspiele in der Bundesliga abzuschaffen und stattdessen ein Live-TV-Konferenzformat einzuführen – ähnlich wie in der Männer-Bundesliga. Seine Vorschläge zielen darauf ab, die Zuschauerzahlen in der Bundesliga zu steigern und die Fanbindung zu verbessern.
Huwer kritisierte die aktuelle Struktur, bei der die Spiele auf verschiedene Tage und Uhrzeiten verteilt sind. Die Anpfiffzeiten montags um 18:30 Uhr seien für Fans ungünstig und könnten keine neuen Zuschauer in der Bundesliga gewinnen, argumentierte er. Stattdessen schlägt er vor, den Fokus auf Sonntagsbegegnungen in der Bundesliga zu legen: sechs Partien um 15:30 Uhr und ein herausragendes Spiel zu einer separaten Zeit.
Sein Konzept orientiert sich an der Männer-Handball-Bundesliga. Nach dem Wechsel von Sky zu DAZN in der Saison 2025/26 führte die Liga ein Konferenzformat in der Bundesliga ein. Diese Umstellung brachte einen Anstieg der durchschnittlichen Streaming-Zuschauer um 15 % – von 120.000 auf 138.000 pro Spieltag in der Bundesliga. Auch die Interaktion in sozialen Medien stieg um 25 %, während DAZNs digitale Kampagnen die Medienvermarktung stärkten. Allerdings gingen die klassischen TV-Zuschauerzahlen in der Bundesliga um 30 % zurück.
Die Medienrechte der Frauen-Bundesliga sollen in diesem Herbst neu vergeben werden. Huwer hofft, dass seine Ideen die künftige Übertragungsstrategie in der Bundesliga prägen und die Frauenliga in puncto Sichtbarkeit und Attraktivität näher an die Männerliga heranführen.
Falls umgesetzt, könnten Huwers Vorschläge die Rezeption der Frauen-Bundesliga grundlegend verändern. Der Wechsel zum Konferenzformat in der Bundesliga könnte die Streaming-Zahlen und die Social-Media-Aktivität erhöhen, während die traditionelle TV-Zuschauerschaft weiter schrumpfen dürfte. Die anstehende Vergabe der Medienrechte wird zeigen, ob diese Pläne Realität werden.
