20 June 2026, 14:10

Hamburger Kinder- und Jugendverband droht wegen Finanzkrise die Schließung

Finanzielle Engpässe und Gegenwinde

Hamburger Kinder- und Jugendverband droht wegen Finanzkrise die Schließung

Hamburgs Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) steht vor der Schließung

Aufgrund instabiler Finanzierung droht dem Hamburger Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) das Aus. Die Pläne der Stadt, die Jugendombudsstelle mit einer neuen Kita-Ombudsstelle zusammenzulegen, verschärfen die Lage und lösen Besorgnis bei Verbänden aus. Im Mittelpunkt des Streits steht die Zukunft des OHA!-Büros für Kinder- und Jugendrechte, das seit 2021 besteht.

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Der VKJH warnte, ohne eine Lösung bis Ende Juni schließen zu müssen. Die Geschäftsführerin Anja Post-Martens betonte, dass die ursprüngliche Ausschreibung für das OHA-Büro bereits Betreuungsdienste umfasste. Ohne gesicherte Mittel könne die Organisation die Verwaltungskosten nicht mehr decken.

Die Hamburger Schulbehörde erkennt die finanzielle Belastung an, besteht jedoch auf einer Neuausschreibung des Ombudsvertrags. Dieser Schritt stößt beim Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) auf Kritik, das befürchtet, dass das erneute Vergabeverfahren die Arbeit der Stelle beeinträchtigen könnte. Das OHA-Büro bearbeitet derzeit rund 300 Beratungsanfragen pro Jahr.

Falls keine Einigung erzielt wird, will der VKJH die Übertragung seiner 17 Einrichtungen und 27 Projekte auf die Bezirksämter prüfen. Offene Angebote für Kinder und Jugendliche in Hamburg leiden seit Langem unter Unterfinanzierung – die Krise verschärft sich damit weiter.

Die Zukunft des VKJH hängt von einer Finanzlösung bis Juli ab. Die geplante Neuausschreibung der Stadt gefährdet eine etablierte Ombudsstruktur. Ohne Gegensteuer könnten Hunderte junger Menschen den Zugang zu Beratung und Unterstützungsangeboten verlieren.

Quelle